In diesem Buch sind sechs Erzählungen versammelt, die sich alle mit dem Thema Liebe und Entscheidung beschäftigen: Sechsmal stehen die Protagonisten an einem Punkt in ihrem Leben, an dem sie kurz davor sind, sich voll und ganz auf eine Beziehung einzulassen. Und sechsmal überwinden sie dafür ihre Vergangenheit und alte Gedanken, die sie belasten.
In der Erzählung Eidechse beispielsweise, die der Sammlung ihren Namen gibt, macht ein junger Mann seiner Freundin einen Heiratsantrag, doch sie weicht zunächst aus. Es kommt zu einer Aussprache, in der beide über in der Kindheit erlebte Traumata sprechen und sich schließlich wieder versöhnen.
In einer anderen Geschichte will ein jung verheirateter Mann abends partout nicht aus der Bahn aussteigen, weil er Angst davor hat, nach Hause zu gehen. Ein seltsames Wesen, das sein Äußeres verändern kann, erscheint plötzlich neben ihm und führt mit ihm ein therapeutisches Gespräch, in dem der Mann erkennt, dass er Angst hat, sich auf seine Ehe einzulassen.
Solche transzendenten Momente gibt es in Yoshimotos Erzählungen viele, doch erzeugen sie in diesem Band nicht die sonst so magisch-tröstliche Stimmung, wie man sie etwa aus Federkleid kennt. Vielmehr wirkt die Atmosphäre gekünstelt; die einzelnen Erzählungen erscheinen konstruiert und etwas oberflächlich.





















