Sano Ichirô, der Sonderermittler des obersten japanischen Militärmachthabers, ermittelt in seinem sechsten Mordfall. Diesmal bekommt er es mit einer Sekte zu tun, die einen heiligen Krieg gegen das Tokugawa-Regime und seine Bürger plant.
Es scheint irgendein Gesetz zu geben, dass Romane, die im Titel das Wort Konkubine enthalten, inhaltlich nie mehr als das Mittelmaß erreichen, für einen breiten Lesegeschmack und lediglich schnellen Konsum geschrieben sind.
Der japanische Nobelpreisträger Ôe kann auf eine inzwischen mehr als sechzigjährige Schriftstellerkarriere zurückblicken. Sayonara, meine Bücher, das momentan aktuellste Buch von ihm in deutscher Übersetzung, befasst sich mit dem Altern und dem Abschied von der schriftstellerischen Arbeit.
Jedes Jahr bringt Bastei Lübbe einen neuen Band um den japanischen Ermittler Sano Ichirô heraus, der am Hof des Shogun in Edo (dem heutigen Tôkyô) Mordfälle löst. Der Wolkenpavillon ist Sanos mittlerweile 14. Fall – und diesmal geht es zunächst gar nicht um Mord.
Nakazawas Comic über den Atombombenabwurf, der auf eigenen Erlebnissen beruht, ist ein Klassiker. Im Zweiten Teil werden die Stunden und ersten Tage nach dem Atombombenabwurf geschildert, in denen den Menschen das Ausmaß der Katastrophe langsam erst richtig bewusst wird.
Sano Ichirô ermittelt in seinem zweiten Fall: Diesmal hat er es gleich mit mehreren Morden zu tun. Ein Unbekannter ermordet scheinbar wahllos Menschen, stellt ihre Köpfe als Trophäen aus und versieht sie mit kleinen Namenszetteln von längst verstorbenen historischen Personen.
Ein pensionierter Marineoffizier erkrankt an Krebs, aber seine Familie verschweigt ihm die tödliche Krankheit. Seinen schweren Weg bis zum Tod zeichnet Abe in diesem bedrückenden Roman nach.
Die Heian-Zeit gilt als eine Blütezeit japanischer Kultur. Am Hof in Heian, dem späteren Kyôtô, hat sich eine ästhetisch hoch verfeinerte höfische Kultur entwickelt. Der Roman bietet ein eindrucksvolles Bild dieser Zeit.
Es gibt Bücher, die behandeln viele wichtige Themen auf einmal – so viele, dass all die Themen gar nicht ausführlich in einer Rezension besprochen werden können. Endos Roman zählt auch zu diesen Büchern, wobei er es schafft, alle Themen geschickt miteinander zu verbinden.
Was bleibt, wenn ein Mensch stirbt? Das Museum der Stille, das sich in der Nähe eines kleinen Dörfchens befindet, hat es sich zum Ziel gesetzt, Erinnerungsstücke zu sammeln, die an Tote Menschen erinnern.
Kazu steht mit ihren 50 Jahren voll im Leben: Sie leitet ein hochangesehenes Gasthaus und pflegt Kontakte zu wichtigen Politikern. Auf Männer will sie sich nicht mehr einlassen und in das Unglück einer Liebe will sie sich schon gar nicht stürzen. Aber trotzdem fehlt ihr etwas: Ein Familiengrab.
Geschickt vermarktet ist dieses Buch, das muss man zugeben. So erscheinen die Aufzeichnungen über einen Unfall im Jahr 1999 in einer Kernbrennstofferzeugungsanlage in Japan erst jetzt auf Deutsch. Dafür wird aber schon durch das Titelbild gleich eine Verbindung zu Fukushima hergestellt, obwohl beide Unfälle nichts miteinander zu tun haben.