Naoto Kan war während der Fukushima-Krise Premierminister und der Mann, der TEPCO anwies, auch unter Lebensgefahr die Stellung in Fukushima keinesfalls aufzugeben. Wie er die ersten Tage nach dem Atomunfall erlebte und was ihn dazu bewegt hat, sich heute für einen Atomausstieg einzusetzen, erklärt er in diesem Buch.
Mit die großen Tsunami der Sanriku Küste wurde 2013 erstmals dokumentarische Literatur von Akira Yoshimura veröffentlicht. Nun legt der Iudicium Verlag nach. Dieses Mal nicht mit dem Thema Naturkatastrophen, sondern einer bis vor 50 Jahren noch bedrohlichen Krankheit: den Pocken.
Haruki Murakami, Banana Yoshimoto, Yoko Ogawa. Es gibt japanische Autoren, von denen alle ein bis zwei Jahre ein neues Buch in Deutschland veröffentlicht wird. Und gerade bei diesen Autoren wissen wir vorher oft schon ungefähr, was uns im neuen Roman erwarten wird. Auch bei Yoko Ogawas neuestem Buch Der Herr der kleinen Vögel ist dies der Fall.
Das Bild der kindlichen und zugleich erwachsenen Frau, der Lolita, ist in Japan heute sehr populär. Schon in den 1920ern hat sich Jun’ichiro Tanizaki mit diesem Thema beschäftigt und einen kühnen Roman darüber geschrieben.
Außergewöhnliche, verhängnisvolle Liebschaften sind Jun’ichiro Tanizakis Markenzeichen. So auch im Tagebuch eines alten Narren, in dem sich der alternde Utsugi Tokusuke von seiner Schwiegertochter angezogen fühlt.
In anderen Rezensionen zu diesem Buch wird der Erzählstil von Wer ist Mr Satoshi öfters mit dem von Murakami verglichen. Wer sich aber einen neuen „Murakami“ erhofft, wird enttäuscht.
Privatdetektiv Jim Brodie ist zurück und ermittelt erneut in Tokio. Nach dem ersten Band Japantown macht Barry Lancet in Tokio Kill einiges besser.
Wenn der Wind singt und Pinball 1973 sind Murakamis erste schriftstellerische Gehversuche. Lange waren sie nur auf Englisch erhältlich, nun hat Dumont die beiden Kurzromane endlich auch in deutscher Übersetzung herausgebracht.
Keigo Higashino, das ist ein Synonym für wirklich gut gemachte, intelligente Krimis. Leider ist Higashino ist Deutschland wohl eher noch ein Geheimtipp. Wer den Autor kennenlernen möchte, der sollte unbedingt zunächst diesen Krimi lesen, der bisher wohl der beste Krimi ist, der von Higashino auf Deutsch veröffentlicht wurde.
Fünf Japaner zwischen 18 und Mitte 30 leben zusammen in einem Appartment in Tokyo. Der Zufall hat sie zusammengebracht, gemeinsam ist allen, dass sie ohne große Perspektive in den Tag hineinleben.
Ein Amerikaner heiratet unwissentlich eine Yakuzatochter. Es hätte ein spannender Roman werden können. Doch stattdessen langweilt Autor Robert Cunningham in 893: A Daughter of the Yakuza mit Plattitüden und ausschweifenden Erklärungen zum „japanischen Wesen“.
C. W. Nicol hatte die Idee zu einer wirklich vielversprechenden Geschichte: Ein Waliser in den Mittvierzigern schlägt sich in Japan als Übersetzer durch, trifft dabei auf die Yakuza, übersetzt amerikanische Pornos und wir schließlich selbst zum Drehbuchautor.