Ichiro Honda führt ein ganz normales Leben als Büroangestellter: Unter der Woche arbeitet er in Tokio, am Wochenende pendelt er zu seiner Frau nach Ōsaka. Doch seine geheime Leidenschaft, im nächtlichen Tokio auf die Jagd nach einsamen Frauen zu gehen und sie zu verführen, wird ihm zum Verhängnis, als sich eines seiner Opfer plötzlich umbringt.
Mit dem Selbstmord der einen Frau, von der Honda erfährt, endet die Geschichte jedoch nicht. Kurz darauf werden mehrere Frauen, mit denen Honda eine intime Beziehung hatte, zu späteren Zeitpunkten tot aufgefunden. Die Spuren führen die Polizei zu Honda: Sein Blut, sein Sperma und seine Kleidungsstücke werden bei den Opfern gefunden, obwohl er zum jeweiligen Tatzeitpunkt nicht bei ihnen war.
Honda wird schnell angeklagt und zum Tode verurteilt, obwohl er unschuldig ist. Sein wohlhabender Schwiegervater engagiert einen Anwalt, Hatanaka, der auf aussichtslose Fälle spezialisiert ist, um Hondas Unschuld zu beweisen.
Trotz der neutralen, distanzierten Erzählweise wirkt die Umgebung der Figuren atmosphärisch und dadurch glaubwürdig. Die Figuren im Roman lassen sich nicht eindeutig als gut oder böse kategorisieren, auch nicht Honda. Masako Togawa zeigt durch ihren distanzierten Blickwinkel, dass ein Mann Frauen nicht unbedingt aus bösen Motiven verführen muss. Das für Kriminalromane oft typische Schwarz-Weiß-Denken wird dadurch vermieden.
Durch die neutrale-distanzierte Erzählweise wird der Leser selbst zum Ermittler. Die Figuren im Buch haben nur begrenzten Überblick; insbesondere der Anwaltsgehilfe Shinji, der den Großteil der Ermittlungen übernimmt, zieht aus seiner Recherche nicht immer die naheliegenden Schlüsse. Für den Leser, der die Ermittlungen aufmerksam verfolgt, hält der Roman dennoch am Ende eine überraschende Wendung bereit.





















