Ganz still und heimlich und leider kaum beachtet wurde dieser historische Roman über den Atombombenabwurf auf Nagasaki Ende 2017 veröffentlicht.
Ama hat den Atombombenabwurf auf Nagasaki überlebt – und verdrängt. Mit ihrem Mann ist sie nach Amerika ausgewandert und lebt dort ein ruhiges Leben, bis eines Tages ein Mann erscheint, der sich als ihr Enkel ausgibt. Ama beginnt, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, und reist schließlich nach Nagasaki.
Die Farbe von Winterkirschen verbindet historische Ereignisse mit einer berührenden Liebesgeschichte und einem Familiengeheimnis, das es zu lüften gilt. Alles in allem ist der Roman unterhaltsam und spannend erzählt. Trotz allem bleibt die Handlung etwas farblos: Alles, was man über Nagasaki erfährt, wirkt wie aus zweiter Hand recherchiert. Oder präziser formuliert: Wer bereits andere Bücher zu diesem Thema gelesen hat, dem wird das Buch bekannt vorkommen und eher wie eine Neuauflage bereits erzählter Geschichten erscheinen.
Inhaltlich gleicht das Buch seinem Cover: wenig originell, aber dennoch ansprechend gestaltet und zur Unterhaltung gut geeignet.



















