Bisher gibt es wohl kaum Schriftsteller außerhalb Japans, die den Tsunami und die Atomkatastrophe von 2011 in einem Roman verarbeitet haben. Die Halbjapanerin Ruth Ozeki geht nun diesen Weg und kreiert die Biografie eines japanischen Mädchens, dessen Verbleib nach dem Tsunami ungeklärt ist.
Japanische Vokabeln zu lernen ist nicht immer einfach, denn japanische Wörter haben nichts mit ihren deutschen Entsprechungen gemeinsam. Wie soll man sich beispielsweise akarui (hell) und kurai (dunkel), chiisai (klein) und ôkii (groß) merken? Oft hilft da einfach nur Auswendiglernen! Die Lern-App iKnow! unterstützt dabei mit einem Lern- und Wiederholungssystem, das die Vokabeln dauerhaft im Kopf einprägen soll.
Drei Jahre sind seit der Großen Ostjapanischen Erdbebenkatastrophe vergangen, bei der über 15.000 Menschen ihr Leben verloren und viele weitere durch Tsunami und Super-GAU in Fukushima ihre Heimat verloren. In Japan gibt es inzwischen unzählige Publikationen, die die Ereignisse verarbeiten – und auch in Deutschland nehmen die Publikationen zu. Dieser Artikel gibt einen Überblick über aktuelle Titel auf dem deutschen Buchmarkt.
Das Große Ostjapanische Beben vom 11. März 2011 ist eines der stärksten in Japan gemessenen Beben seit Aufzeichnungsbeginn. Die deutschen Austauschstudenten, die sich zu diesem Zeitpunkt in Japan aufhielten, erlebten damit ein Beben einer Größe, wie es auch ein Japaner wohl nur ein Mal im Leben erfahren wird. Ihre Erinnerungen an 3/11 haben elf Studenten der Hochschule Ludwigshafen in einem Buch festgehalten.
Bis ein Ereignis wie der 11. März 2011 in literarischer Form verarbeitet wird, dauert es etwas, könnte man meinen. Doch die japanischen Schriftsteller äußerten sich relativ schnell zu Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe. Eine Anthologie in englischer Übersetzung sammelt nun diese Stimmen.
Natsuo Kirino ist bekannt für ihre düsteren Krimis, mit denen sie die menschlichen Abgründe aufzeigt. Mit The Goddess Chronicle wagt sie sich auf ein neues Terrain: Dieser Roman ist nicht nur eine Liebesgeschichte, er verarbeitet auch die japanische Mythologie.
Auch wenn der 11. März 2011 inzwischen schon weiter zurückliegt, für alle, die diesen Tag in Japan erlebt haben, bleiben Erdbeben, Tsunami und Atomunfall in Fukushima Daiichi wohl ein Erlebnis, das sich nur schwer vergessen lässt. Japan an jenem Tag sammelt in 23 Berichten nun die Erlebnisse, die Deutsche, Schweizer und Österreicher an diesem Tag in Japan gemacht haben.
Als Keigo Higashino mit Verdächtige Geliebte Ende 2012 sein Deutschland-Debüt feierte, lobten wir seinen Kriminalroman für seine intelligente, anspruchsvolle Handlung. Nun legt Klett Cotta mit Heilige Mörderin nach und beschert uns erneut eine Krimiperle.
Die Hochzeiten der japanischen Wirtschaft und damit auch der Japan Inc., einem mächtigen Wirtschafts- und Politiknetzwerk, das bis in fremde Länder hineinagiert, sind eigentlich vorbei. Aber was wäre, wenn dieses Netzwerk so mächtig wäre, dass es erneut einen Krieg vom Zaun brechen und Japan damit wieder zur Nummer 1 in Ostasien machen könnte?
Nichts ist schöner als die dunkle Welt zwischen Massage-Salons, Love Hotels und Dates mit fremden Männern. Genau das richtige Milieu für einen Mord und genau der richtige Schauplatz für einen japanischen Krimi. Aber Villain geht über das hinaus, was man üblicherweise von einem Kriminalroman kennt.
Haruki Murakamis Romanen scheint eine ganz eigene Erfolgsgarantie innenzuwohnen. Zwei Jahre nach 1Q84 legt er mit die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki nun einen schmaleren Roman nach, der schon vor seiner Erscheinung in Japan alle Bestellrekorde brach.
Ähnlich wie für 1Q84 hat sich Dumont auch bei der Buchgestaltung des neuen Romans von Murakami die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki wieder etwas einfallen lassen. Dabei greift der Verlag ein Buchdesign auf, das es in Japan bereits gibt.