Inspektor Takeda und die Toten von Altona

Inspektor Takeda und die Toten von Altona


Rezension vom: 1. Juli 2025 von // Zuletzt aktualisiert: 31. Mai 2026

Inspektor Takeda und die Toten von Altona ist der erste Teil einer siebenbändigen und damit bereits seit fast einem Jahrzehnt (Stand: 2025) erfolgreichen Krimiserie um den japanischen Kommissar Ken Takeda, der als „Austauschpolizist“ in Deutschland ermittelt.

Als die Hamburger Polizei anfangs den Kommissar bei sich begrüßt, hätte niemand gedacht, dass Takeda tatsächlich so schnell auch erfolgreich ermittelt. Er wird Claudia Harms zugeteilt, die bei ihren Chef keinen einfachen Stand hat. Mit einem einfachen Doppelselbstmord sollen beide beruflich auf das Abstellgleis verfrachtet werden, doch der Fall wird schnell zu einem komplexen Mordfall – auch Dank Takedas besonderem Spürsinn.

In erster Linie nutzt Henrik Siebold diese Figurenkonstellation dazu, deutsche und japanische Kultur aufeinandertreffen zu lassen. Dies gelingt dem Autor, der bereits als Kind und auch später mehrfach in Japan gelebt hat, ausgezeichnet.

Ken Takeda beobachtet das deutsche Behördenleben genau, was unfreiwillig Witz und Charme erzeugt. Etwa, wenn deutsche Beamte ihm erzählen, wie anstrengend ihr Arbeitsleben ist, während sie Blumenpflege betreiben. Siebold schafft durch Takeda insgesamt einen sehr feinen Blick, beispielsweise auch, indem Takeda deutsche Wörter und Sprichwörter genauer betrachtet.

Obwohl Takeda fließend Deutsch spricht und in seiner legeren Art wohl auch in Japan nicht ganz als typisch durchgehen würde, sorgt er dennoch auch mit seiner japanischen Art für komische Momente. Beispielsweise schläft er mitten am Tag in einem Café ein. Was für Japaner durchaus üblich ist, löst in diesem Fall in Deutschland jedoch einen Polizeieinsatz aus.

So findet eine Reflexion in beide Richtungen statt, sodass dieser Krimi, obwohl er in Deutschland spielt, doch sehr viel Japan enthält. Zwar erscheint der Fall zwischendurch etwas zäh und das Ende hingegen etwas zu actionreich, dies machen die gegenseitigen kulturellen Einblicke aber wieder wett.

Die komplette Inspektor-Tadeka-Reihe

Fazit
Der Auftakt zu einer soliden Krimireihe, die zwar in Deutschland spielt, trotzdem aber ganz viel japanische Kultur enthält.

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