Es gibt bereits mehrere Bücher mit diesem Titel. Dieses Buch allerdings ist die Fortsetzung des historischen Romans Der Samurai von Sevilla.
Man sollte den ersten Band unbedingt gelesen haben, denn die Handlung baut darauf auf: Während der erste Teil davon erzählt, wie ein junger Samurai in Spanien heimisch wird, geht es im zweiten Teil darum, für seine Tochter eine Heimat zu finden.
Für den historischen Zeitrahmen, in dem der Roman spielt, wirkt die Handlung etwas weit hergeholt: Ein Japaner, der fließend mehrere Sprachen spricht, bewegt sich im 17. Jahrhundert wie ein Kosmopolit durch die Welt, während sein eigenes Land nahezu von der Außenwelt isoliert ist. War der erste Teil schon voller Figuren und Handlungsstränge, so geht es im zweiten Teil in diesem Stil weiter. Wie eine Abenteuergeschichte wirken die Versuche des Samurai, seine Tochter zurück in seine Heimat zu bringen. Wie bei einer Odyssee kommt er zunächst auch nicht weit.
Als er es dann doch nach Japan schafft, begreift er, dass sein Aufenthalt in Europa ihn verändert hat. Sein Denken ist zu unabhängig für das starre Hierarchiesystem Japans. Der Samurai und seine Tochter stehen nun zwischen beiden Welten, doch zumindest seine Tochter soll eine Heimat finden.
Wie auch schon im ersten Band ist die Geschichte unkonventionell, manchmal auch etwas sperrig. Der Japanbezug ist leider sehr gering, und das Thema des kosmopolitischen Samurai kann für die Zeit, in der die Geschichte spielen soll, nicht ganz überzeugen.



















