Japan 1689. Durch die guten Beziehungen seines Vaters wird Sano Ichirô vom Lehrer zum Ermittler am Hof des Shogun befördert. Sein erster Mordfall ist auf den ersten Blick ganz klar ein Doppelselbstmord eines Liebespaares – ein junges Mädchen und ein Maler haben sich im Fluss ertränkt.
Sie ist verrückt nach ihm. Sie liebt ihn. Sie wird von ihm geschlagen. Und sie weiß, dass er als desertierter Soldat der amerikanischen Armee bald verhaftet werden wird und Japan verlassen muss. Aber sie hängt an ihm mit jeder Faser ihres Körpers.
Japan ist das Land der Kirschblüten, kindlicher „Café Maids“, bunter Einkaufsviertel und starker Sumoringer. Aber es hat auch unschöne Seiten: Obdachlosigkeit, Überalterung und Naturkatastrophen sind ein dauerhaftes Problem.
Kitchen ist Yoshimotos erstes und zugleich wohl auch bekanntestes Buch. Nicht zu Unrecht erntete das Buch, das 1996 sogar von Jim Ho verfilmt wurde, durchweg positive Kritiken. Als Grundstein für Yoshimotos Werk enthält es die für sie so charakteristischen Motive und den typischen Yoshimoto-Stil, der sich durch ihr gesamtes Werk zieht.
In Edo, der Hauptstadt des Tokugawa-Shogunats, ist es im heißen Sommer des Jahres 1694 kaum auszuhalten. Die Mutter des Shoguns, Keisho-in, beschließt deshalb auf eine Pilgerreise zum heiligen Berg Fuji aufzubrechen.
Japan galt lange als Wohlstandsland. Doch die Stimmung ist nach der Wirtschaftskrise der 90er, spätestens zu Beginn des neuen Jahrtausends, umgeschlagen: Eine Armuts- und Prekariatsdebatte ist entstanden, die sich auch in der Literatur niederschlägt.
Ein Frosch rettet Tokyo vor einem Erdbeben, eine Frau findet sich bei einer Reise nach Thailand neu, ein Mädchen hat zu ihrem 20. Geburtstag einen Wunsch frei. Ziemlich mager ist dieser Erzählband mit seinen knapp 100 Seiten im Großdruck, dafür sind die Geschichten aber auch ziemlich skurril.
Auch wenn sein Ausdrucksstil für einen 51-jährigen vielleicht nicht ganz angemessen ist, wie er im Vorwort an seine Leser bemerkt, drängt es Yajima dazu, seine Geschichte zu erzählen: eine ganz alltägliche, eher unspektakuläre Geschichte, dafür aber typisch und stellvertretend für seine Generation.
Ein häufiges Missverständnis möchte ich gleich vorweg ausräumen: Mit diesem Buch kann man die Kanji nicht lernen. Zwar enthält es Erläuterungen zur Geschichte, Schreibung und Lesung der Kanji, trotzdem ist es in erster Linie ein Nachschlagewerk.
Michaela Vieser hat Japanologie und Kunstgeschichte in London studiert. Für ihren Studienaufenthalt in Japan entschied sie sich nicht wie herkömmlich für ein Auslandssemester an einer japanischen Uni, sondern für ein Jahr in einem buddhistischen Kloster.
Ein kleines, ärmliches Dorf tief in den japanischen Bergen hat vom Zweiten Weltkrieg bisher nichts mitbekommen. Als aber ein amerikanischer Soldat mit seinem Flugzeug in der Nähe des Dorfes abstürzt, sehen sich die Dorfbewohner auf einmal direkt mit dem Feind konfrontiert.
Japan ist nicht immer nur das Land des Lächelns. 1997 schockierte die grausame Mordtat eines 14-jährigen, der den abgetrennten Kopf seines Opfers wie eine Trophäe vor einer Schule in Kôbe aufstellte, ganz Japan. Miri Yu hat diesen Stoff in ihrem Roman verarbeitet.