Es gibt Bücher, die behandeln viele wichtige Themen auf einmal – so viele, dass all die Themen gar nicht ausführlich in einer Rezension besprochen werden können. Endos Roman zählt auch zu diesen Büchern, wobei er es schafft, alle Themen geschickt miteinander zu verbinden.
Was bleibt, wenn ein Mensch stirbt? Das Museum der Stille, das sich in der Nähe eines kleinen Dörfchens befindet, hat es sich zum Ziel gesetzt, Erinnerungsstücke zu sammeln, die an Tote Menschen erinnern.
Kazu steht mit ihren 50 Jahren voll im Leben: Sie leitet ein hochangesehenes Gasthaus und pflegt Kontakte zu wichtigen Politikern. Auf Männer will sie sich nicht mehr einlassen und in das Unglück einer Liebe will sie sich schon gar nicht stürzen. Aber trotzdem fehlt ihr etwas: Ein Familiengrab.
Geschickt vermarktet ist dieses Buch, das muss man zugeben. So erscheinen die Aufzeichnungen über einen Unfall im Jahr 1999 in einer Kernbrennstofferzeugungsanlage in Japan erst jetzt auf Deutsch. Dafür wird aber schon durch das Titelbild gleich eine Verbindung zu Fukushima hergestellt, obwohl beide Unfälle nichts miteinander zu tun haben.
Dieser Sammelband enthält bisher in Deutschland unveröffentlichte Prosa Prosa von Akutagwa: Von ganz kurzen, zweiseitigen Momentaufnahmen bis zu längeren Prosastücken ist wieder alles dabei. Das Buch zeigt sich damit wieder so vielseitig wie der Sammelband Rashomon.
Das Erdbeben vom 11. März 2011 wurde gleich zu einem dreifachen Unglück: Erdbeben – Tsunami – Atomunfall. Johannes Hano, Leiter des ZDF-Studios Ostasien, hielt sich zu diesem Zeitpunkt zufällig in Japan auf und schildert nun seiner Erlebnisse.
In Japan werden die Menschen immer älter und bleiben länger gesund. In Rente zu gehen heißt nicht mehr zwingend alt zu sein. In zwei Erzählungen aus der Perspektive einer älteren Frau zeichnet Tanabe ein Bild vom Alter, das so gar nicht zu den üblichen Vorstellungen über eine alternde Frau passt.
Mit Hinter der Glastür veröffentlicht der Angkor Verlag in seiner Edition Nippon ein recht eigenwilliges Werk des bekannten japanischen Klassikers Natsume, das weniger inhaltlich als vielmehr formal hervorsticht.
Für viele stellt sich nach dem Abschluss des ersten Lehrbuchs oder der ersten Lehrbuchreihe oft die Frage, wie man (selbstständig) weiterlernen soll? Nihon no Ima richtet sich an Japanischlernende, die schon etwas Fortgeschrittener sind und das Sprachniveau A2/B1 erreichen wollen.
Der heutige Tokyoter Stadtteil Asakusa ist wahrscheinlich vor allem für seinen Sensô-ji Tempel und sein noch eher „traditionelles“ Stadtbild bekannt. Kawabata fängt mit seinem Roman die Atmosphäre Asakusas aus dem Jahr 1930 ein, das damals auch noch ein bekanntest Amüsierviertel war.
Ausgehend von einer Strukturanalyse der momentan gesellschaftlichen Verhältnisse entwickelt Chie Nakane eine Gesellschaftsbeschreibung, die es ermöglichen soll, die japanische Gesellschaftsstruktur besser zu verstehen.
Je älter Kawabata wird, desto älter werden auch die Protagonisten seiner Bücher. Wie es schon in die schlafenden Schönen oder ein Kirschbaum im Winter um greise Männer ging, beschäftigt sich auch dieser Roman mit dem Thema Alter – allerdings geht es diesmal um verpasste Chancen.