Cozy Hobbies sind momentan im Trend. Darunter fallen einfache, entspannende Beschäftigungen, die vornehmlich analog ausgeführt werden: Diamond Painting, Cozy Coloring, Puzzeln und seit Kurzem auch Stickern.
Mit Cozy Sticker Japan bringt Naumann & Göbel die in Frankreich beliebte Reihe von Alain Boyer nun auch nach Deutschland. Die Bücher enthalten jeweils fünf kleine Räume, die in isometrischer Perspektive dargestellt sind. Dort lassen sich Sticker platzieren und zu komplexen Szenen kombinieren.
Die linke Seite zeigt eine Vorlage der fertigen Szene. Auf der rechten Seite kann man diese Szene nun im Detail nachstellen – aber Vorsicht: Die Sticker müssen genau in der richtigen Reihenfolge aufgeklebt werden, damit sie sich am Ende auch richtig überlappen. Da die Szenen sehr komplex sind, macht dies zugleich den Reiz aus: Nicht nur Möbel und Figuren werden geklebt, sondern auch die kleinsten Details bis hin zum Sushi-Menü oder zum Sojasaucenspender in der japanischen Restaurantszene werden einzeln angebracht.
Dem Buch liegt dazu eine Pinzette bei, was nicht nur praktisch ist, sondern auch zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis beiträgt. Neben den fünf zu gestaltenden Szenen enthält das Buch die dazugehörigen Stickerbögen. Diese können flexibel herausgenommen und neben das Motiv gelegt werden. Das Papier der zu gestaltenden Szenen ist so glatt, dass sich die Sticker, sollte man einen Fehler machen, auch noch einmal abnehmen lassen. Nach zwei oder drei Fehlversuchen sieht man den Stickern das allerdings an, weshalb man am besten von Beginn an sorgfältig arbeiten sollte.
Die Szenen sind sehr detailverliebt. Während man die Sticker aufklebt, entdeckt man immer wieder neue Einzelheiten, was natürlich sehr viel Spaß macht. Alle Sticker sind allerdings auch leicht durchsichtig. Dies fällt insbesondere bei Stickern mit weißer oder heller Füllung auf. Wer es hier gerne perfekt hat, könnte sich daran stören, dass die fertigen Szenen durch die Transparenz nie so ganz wie die Vorlagen wirken.
Für jede Szene benötigt man schätzungsweise – je nachdem, wie sorgfältig man arbeitet – zwischen 30 Minuten und zwei Stunden. Auch wenn das Buch „nur“ fünf Szenen enthält, ist der Preis inklusive der Klebepinzette also durchaus gerechtfertigt.

























