The Cage of Zeus

The Cage of Zeus

ゼウスの檻
Rezension vom: 4. Dezember 2013 von // Zuletzt aktualisiert: 26. August 2019

Was wäre, wenn es zwischen Menschen keine Geschlechtsunterschiede mehr gäbe? Auf Jupiter-I werden solche Zwitterwesen, die sogenannten Rounds, gezüchtet. Doch nicht alle sind mit diesem biologischen Experiment einverstanden.

Sayuri Ueda zeichnet mit „The Cage of Zeus“ ein eher düsteres Bild von der Zukunft der Menschheit. Zwar sind die Menschen technisch weiterentwickelt und besiedeln Mars und Jupiter, gesellschaftlich gibt es aber Konflikte, Terror und biologische Experimente – wie eben die mit den Rounds.

Die Rounds, die beide Geschlechtsteile besitzen und sich so gleichzeitig fortpflanzen können, wurden gezüchtet, um die Besiedlung weiterer Planeten zu ermöglichen: Wenn zwei Personen zugleich ein Kind bekommen können, braucht man weniger Menschen, um eine neue Kolonie zu gründen.

Die Rounds, die isoliert auf Jupiter-I leben müssen und Erde und Mars nicht betreten dürfen, sind zugleich aber auch ein Gesellschaftsexperiment: Was passiert, wenn es die Unterscheidung zwischen Mann und Frau nicht mehr gibt? Führt dies zu einer harmonischeren Gesellschaft oder treten dann neue Konflikte auf?

Ueda verknüpft dieses spannende Gedankenspiel mit einer dynamischem Geschichten: Für die Rounds gibt es nicht nur ein Verbot, Erde und Mars zu betreten, da man Angst vor den Konsequenzen hat, wenn sich die Rounds mit normalen Menschen vermischen, eine konservative Organisation fordert sogar die komplette Auslöschung der Rounds und beauftragt damit eine junge Terroristin. Bis es tatsächlich zum Terroranschlag kommt, plätschert die Geschichte vor sich hin, mit dem Terroranschlag wird es allerdings richtig spannend. Die Sicherheitskräfte, die die Roungs beschützen, nehmen den Kampf auf. Dieser Kampf wird von beiden Seiten brutal geführt, ist schonungslos und manchmal – wie im Krieg zu erwarten – auch ein wenig amoralisch – und lässt wenig Platz für die
Hoffnung auf eine bessere, utopische Gesellschaft ohne Geschlechtsunterschiede.

Fazit
Ein moralisch zweifelhaftes biologisches Experiment, gepaart mit Science Fiction.

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