Japanische Tuschemalerei

Japanische Tuschemalerei



Englisch Verlag
80 Seiten
ISBN: 978-3824112739

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Die japanische Tuschemalerei wird für ihren schlichten, monochromatischen Stil geschätzt. Aber auch wenn die puristischen Bilder, die sich aus nur wenigen Pinselstrichen zusammensetzen, so simpel aussehen – um die Motive gekonnt umzusetzen, braucht man viel Übung.

Wie fast jeder Kunstratgeber enthält auch dieser zu Beginn zunächst viel theoretische Informationen: Wie wird Tusche hergestellt? Welche Papierstärken gibt es? Welches Material benötige ich zum Malen?

Auch Grundfähigkeiten, zum Beispiel wie man den Pinsel hält und führt, werden anhand von Bildern illustriert. Diese ersetzen aber leider weder ein Video noch die einfache Demonstration durch einen Lehrer und sind nur recht umständlich nachzuvollziehen.

Der Hauptteil des Buches ist Motiven in Kapitel unterteilt. Es werden die wichtigsten Motive Schritt für Schritt erläutert: die chinesische Orchidee, Bambus, Chrysanthemen und Pflaumenblüten. Außerdem gibt es noch einige Motivvorlagen zur Blumen- und Vogelmalerei, bei denen die einzelnen Malschritte grob erklärt werden.

Zum Schluss gibt es noch einen kleinen Ausblick auf die Landschaftsmalerei. Manchmal ist weniger dann doch mehr und so hätte ich es schöner gefunden, wenn anstatt dieser oberflächlichen Informationen die Blumenmotive noch ausführlicher erklärt oder noch mehr Varianten der Motive vorgestellt worden wären.

Ich habe versucht, einige Bilder nachzumalen, aber ist ist ziemlich befriedrigende Ergebnisse zu erzielen. Und auch wenn es einem gelingt, das Motiv aus dem Buch nachzumalen, so lernt man dadurch noch lange nicht, die Motive selbstständig zu variieren. Wer hier Erfolg haben will, braucht neben dem Kunstratgeber vor allem selbst ein künstlerisches Händchen.

Heike Sackmann hat die Tuschemalerei selbst in Japan erlernt und möchte dies durch ihr Buch weitergeben. Leider gelingt das nicht ganz, vielleicht auch, weil das Buch das falsche Medium ist. Es ersetzt keinen Lehrer, der erklärt, korrigiert und vormacht. Insofern ist es vielleicht fruchtbarer, einen Tuschemalereikurs zu besuchen – diese werden in letzter Zeit zahlreich an Volkshochschulen angeboten.

Fazit

Dieser Ratgeber führt leider nicht zu den gewünschten Erfolgen.

Verfasst am 8. Februar 2012 von

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