November 1944. Eine Gruppe von 16 Schülern aus einem Bergdorf geht in den Wald Pilze sammeln. Auf einmal fallen alle in eine geheimnisvolle Ohnmacht. War es ein Giftgasangriff der Amerikaner? Das Rätsel kann nicht aufgelöst werden, aber zum Glück kommen alle Kinder unbeschadet davon – bis auf ein Jungen, Nakata.
Es gibt viele Zusatzbücher für Minna no Nihongo: Arbeitsbücher, Kanjibücher, Hörverstehenbücher, Schreibübebucher. Alle diese Bücher sind ziemlich teuer, aber nicht unbedingt notwendig. Die Übersetzungen und grammatischen Erklärungen dagegen sind als Zusatzbuch essentiell – ohne sie kann man das Hauptbuch nicht verwenden!
Minna no Nihongo ist konzipiert als internationales Lehrbuch, das in den gängigsten elf Sprachen (darunter Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Chinesisch, Koreanisch) benutzt werden kann. Deshalb enthält das Hauptarbeitsbuch, das in dieser Rezension vorgestellt wird, nur rein japanischen Text.
Wer japanische Literatur im Original – aber mit Lesehilfen – lesen will, musste bisher auf englischsprachige Literatur zurückgreifen. Nun bietet aber auch der Buske Verlag mit 8 Kurzgeschichten des japanischen Gegenwartsautoren Jirô Akagawa die Möglichkeit, das Kanjilesen an authentischen japanischen Texten zu trainieren.
Schon allein die weite Flugreise schreckt davor ab: Urlaub in Japan mit einem Kleinkind? Der aus Brandenburg stammende Richter Lars Hein hat gemeinsam mit seiner Frau Ulrike und seinem Sohn Henning eine sechseinhalbwöchige Reise durch Japan gewagt und hält sie in diesem Bericht fest.
Takashi, die Goldschmiedin Kiyose und der schwule Barbesitzer Hideo leben ein unbeschwertes Leben, das nur auf den Moment ausgerichtet ist. Als Takashi erfährt, dass er HIV-positiv ist, ändert sich schlagartig die Beziehung zwischen den Dreien: Kiyose und Hideo hatten beide mit Takashi eine Beziehung und könnten sich angesteckt haben. Um sich abzulenken, unternehmen die drei eine Reise nach Ägypten.
Banana Yoshimoto steht für magisches Erzählen. Und so ist es auch sicher kein Zufall, dass ihr neuer Erzählband Mein Körper weiß alles genau 13 Kurzgeschichten enthält. 13, das ist eine besondere, symbolisch belegte Zahl. Aber diesmal fehlt Yoshimotos neuesten Erzählungen das Magisch-Mystische.
Scheinbar harmlos beschreibt dieser Roman die merkwürdige Ehe zwischen dem Internisten Masatake und seiner 19 Jahre jüngeren Ehefrau, aus der er eine erfahrene Partnerin für seine masochistischen Neigungen macht. Parallel dazu eskaliert der 2. Weltkrieg in Japan, dessen Entwicklungen die Inszenierungen des Ehepaares bis zum tödlichen Ende begleiten.
In seinem inzwischen 13. Fall unternimmt der Ermittler Sano Ichirô eine Reise in die Vergangenheit: er muss einen mehr als 40 Jahre zurückliegenden Mord am Vetter des Shôgun aufklären. Für Sano bedeutet dies die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte, denn seine Mutter, die anscheinend ein Doppelleben geführt hat, gilt als Hauptverdächtige.
Tôkyô, Neujahr 1940. Schon 17 Jahre ist das große Beben, das weit über 100.000 Menschenopfer forderte, her. Doch Yujis Familie ist noch immer davon traumatisiert. Und schon kommt eine neue Katastrophe auf sie zu: Die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs sind auch in Tôkyô zu spüren.
Genau wie in Deutschland wurden auch in Japan in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges vollkommen sinnlos Soldaten als Kanonenfutter für den utopischen „Endsieg“ verheizt. In Japan war die Aufopferung der Soldaten selbst aber noch fanatischer, denn in Kriegsgefangenschaft zu kommen, galt als unehrenhaft. Dieses Buch erzählt die letzten Kriegstage aus der Sicht eines Soldate.
1888 erscheint Theodor Fontanes Roman Irrungen, Wirrungen, der von der unglücklichen Liebe zweier junger Menschen in Berlin erzählt, die aufgrund von Standesunterschieden nicht zusammenkommen können. Genau zur selben Zeit schreibt ein Japaner, der sich in Berlin aufhält, eine Erzählung, die ähnlich unglücklich ausgeht wie Fontanes Roman.