Dieses Buch ist keine leichte Kost für Katzenliebhaber: Ein Mann ist todkrank und wird vor die Entscheidung gestellt – er darf weiterleben, wenn dafür alle Katzen der Welt verschwinden.
Ein Mann erfährt, dass er sterben muss. Der Teufel erscheint und schließt mit ihm einen Pakt: Für jeden Tag, den er weiterleben darf, lässt der Teufel eine Sache vollständig aus der Welt verschwinden. All dies verrät bereits der Klappentext. Ungefähr zwei Drittel des Buches erzählen nun, wie Telefone, Kinos und Uhren verschwinden. Erst im letzten Drittel wird der Mann vor die Entscheidung gestellt, ob auch die Katzen verschwinden sollen. Da er sehr an der Katze hängt, die seine letzte Verbindung zu seiner verstorbenen Mutter darstellt, wird dies keine leichte Entscheidung für ihn.
Der Roman beinhaltet Gespräche mit alten Bekannten, Reflexionen über den Sinn des Lebens und schließlich eine Aussöhnung. Dabei entsteht der Eindruck, dass alle Themen nur sehr kurz und knapp angerissen werden, ohne in die Tiefe zu gehen. Auch die Gedankenexperimente, etwa wie eine Welt ohne Telefone oder Uhren aussehen würde, werden nicht detailliert ausgearbeitet. Hier gäbe es sicherlich noch andere interessante Elemente, die man verschwinden lassen könnte – oder die einen größeren Einfluss auf die Geschichte hätten. Es wirkt fast, als dienten all diese Elemente lediglich der Vorbereitung auf das Verschwinden der Katzen.
Das im letzten Jahr erschienene Buch Saturo und das Geheimnis des Glücks, das eine ähnliche Handlung aufweist, ist im Vergleich dazu deutlich inspirierender, humorvoller und auch herzerwärmender geschrieben. Wenn alle Katzen der Welt verschwänden ist zwar anrührend geschrieben, bleibt im Vergleich zu jedem Titel jedoch stärker an der Oberfläche.



















