Der besondere „japanische“ Geschmack, die Ästhetik der traditionellen Häuser, die Schönheit des japanischen Gartens werden oft gelobt. Was ist aber eigentlich genau so „Japanisch“ an diesen Dingen? In Auseinandersetzung mit westlichen Kriterien entwickelt Tanizaki eine japanische Ästhetik.
Obwohl Ushimatsu zur Kaste der Eta, der „Unberührbaren“, gehört, hat er es bis zum Lehrer gebracht. Dies hat ihm sein Vater ermöglicht, der schon früh die Spuren von Ushimatsus unreiner Herkunft verwischt hat. Kurz vor seinem Tod hat er nur noch eine Botschaft für seinen Sohn: „Spreche niemals über deine Herkunft!“
Max Dauthendeys Erzählungen sind einige der wenigen literarischen Zeugnisse darüber, wie Deutsche Japan erlebt haben – und zwar nicht das gegenwärtige Japan, sondern das alte, sich im Umbruch befindende um 1900.
Es ist ein Thema, das Ôe in seiner Anfangszeit als Autor immer wieder bearbeitet: Das nahende Kriegsende bzw. die Kapitulation Japans. Dabei spielt sich die Handlung nicht etwa im belebten Tôkyô, sondern einem entlegenen Bergdorf ab.
Arnold Pessers, ein junger holländischer Fotograf, wird für eine Reisebroschüre nach Japan geschickt, um dort klischeehafte Fotos von dem zu machen, was sich Europäer als typisch japanisch vorstellen. Mit seinem Fotomodel beginnt er schnell eine Affäre, muss aber feststellen, dass die kulturellen Unterschiede unüberbrückbar sind.
Auch wenn der Titel etwas von Ruhe suggeriert, ganz ohne sind die Geschehnisse in diesem Buch nicht: Ôe, der aufgrund einer Krise, wie er es nennt, mit seiner Frau auf Einladung einer Universität für eine Weile nach Amerika geht, lässt seine beiden Kinder mit ihrem älteren, geistig behinderten Bruder I-Ah zurück.
Murakami hat inzwischen durch seine spannenden Romane nicht umsonst eine beträchtliche Fangemeinde in Deutschland. Nun hat er erstmals ein nicht-fiktionales, ganz persönliches Tagebuch über sein größtes Hobby – das Laufen – verfasst. Ist die „Wirklichkeit“ genauso spannend wie seine Erzählungen?
Kein japanischer Autor ist so umstritten wie Mishima: obwohl rückwärtsgewandter Nationalist, zählt er heute doch zu den großen Autoren Japans. Ganz rückwärtsgewandt ist seine Literatur nämlich nicht, wie dieser Roman zeigt, in dem sich Mishima mit seiner eigenen Homosexualität auseinandersetzt.
Tsuneo hat einen sehr anstrengenden Job bei der japanischen Ausländerbehörde: Er muss illegale Einwanderer festnehmen. Deren Schicksale berühren ihn mehr als er wahrhaben will – denn er war vor vielen Jahren in den USA in einer ähnlichen Situation, in der er eine große Schuld auf sich geladen hat.
Dr. Irabu ist kein normaler Phychiater: er ist übergewichtig, uneinfühlsam und tollpatschig. Von konventionellen Behandlungsmethoden hält er nicht viel. Zusammen mit seiner attraktiven, spärlich bekleideten Krankenschwester Mayumi ist er im Keller seiner eigenen Privatklinik untergebracht und wartet darauf, dass sich ein Patient zu ihm verirrt.
Dr. Irabu ist wieder da! In fünf neuen Geschichten ist der seltsame Psychiater, bei dem die Patienten oft das Gefühl haben, sie müssten ihn therapieren und nicht andersherum, wieder auf seiner Mission unterwegs. Sein Ziel: Spaß haben. Seine Methoden: Auf keinen Fall konventionell!
Laura Rowland ist nicht die einzige Amerikanerin, die sich in ihren Romanen mit dem historischen Japan befasst. Auch Ingrid J. Parker hat eine Serie um einen japanischen Ermittler geschrieben, die allerdings im Gegensatz zu Rowlands Geschichten nicht in der Edo-Zeit, sondern gut 400 Jahre früher spielt.