Kategorie: Rezensionen

Die Verflüchtigten
6. März 2016

Die Verflüchtigten

Selbstmord ist in Japan keine Seltenheit und so wird dieses Thema auch immer wieder in der Literatur aufgegriffen (beispielsweise in freiwillige Selbsthinrichtung und Moshi Moshi). Doch neben Selbstmord gibt es in einem Land, in dem man mit dem freiwillig gewählten Tod seine Probleme beseitigen und die Ehre seiner Familie wiederherstellen kann, noch eine weitere Möglichkeit: sich zu verflüchtigen, spurlos zu verschwinden.

Die neunte Sonne
18. Oktober 2015

Die neunte Sonne

Wie kam Beethovens 9. Sinfonie nach Japan? Federica de Cesco erzählt ein Stück deutsch-japanische Geschichte, das bisher noch unbekannt sein dürfte.

Kopfkissenbuch
12. Oktober 2015

Kopfkissenbuch

Um circa 1000 n. Chr. führte die Hofdame Sei Shonagon eine Art Tagebuch, in dem sie ihre Gedanken und Beobachtungen über den japanischen Kaiserhof festhält. Mehrmals schon wurden diese Beobachtungen auf Deutsch veröffentlicht, nun endlich in vollständiger Übersetzung und mit edler Buchausstattung.

Der Dieb
26. September 2015

Der Dieb

Einsamkeit, das abgrundtief Böse, Hoffnungslosigkeit. Fuminori Nakamuras Romane sind düster und spannend. Mit Der Dieb veröffentlich Diogenes nun erstmals auch ein Buch von Nakamura auf Deutsch – und wählt dabei leider einen eher unspektakulären Titel aus.

Als Premierminister während der Fukushima-Krise
5. September 2015

Als Premierminister während der Fukushima-Krise

Naoto Kan war während der Fukushima-Krise Premierminister und der Mann, der TEPCO anwies, auch unter Lebensgefahr die Stellung in Fukushima keinesfalls aufzugeben. Wie er die ersten Tage nach dem Atomunfall erlebte und was ihn dazu bewegt hat, sich heute für einen Atomausstieg einzusetzen, erklärt er in diesem Buch.

Blumen im Schnee
30. August 2015

Blumen im Schnee

Mit die großen Tsunami der Sanriku Küste wurde 2013 erstmals dokumentarische Literatur von Akira Yoshimura veröffentlicht. Nun legt der Iudicium Verlag nach. Dieses Mal nicht mit dem Thema Naturkatastrophen, sondern einer bis vor 50 Jahren noch bedrohlichen Krankheit: den Pocken.

Eigenwetter
29. August 2015

Eigenwetter

„Jahreszeiten einer jungen Frau“ könnte das Romandebüt von Aoyama Nanae, für das sie den Akutagawa-Preis gewonnen hat, ebenso gut heißen.

Der Herr der kleinen Vögel
22. August 2015

Der Herr der kleinen Vögel

Haruki Murakami, Banana Yoshimoto, Yoko Ogawa. Es gibt japanische Autoren, von denen alle ein bis zwei Jahre ein neues Buch in Deutschland veröffentlicht wird. Und gerade bei diesen Autoren wissen wir vorher oft schon ungefähr, was uns im neuen Roman erwarten wird. Auch bei Yoko Ogawas neuestem Buch Der Herr der kleinen Vögel ist dies der Fall.

Naomi
23. Juli 2015

Naomi

Das Bild der kindlichen und zugleich erwachsenen Frau, der Lolita, ist in Japan heute sehr populär. Schon in den 1920ern hat sich Jun’ichiro Tanizaki mit diesem Thema beschäftigt und einen kühnen Roman darüber geschrieben.

Tagebuch eines alten Narren
15. Juli 2015

Tagebuch eines alten Narren

Außergewöhnliche, verhängnisvolle Liebschaften sind Jun’ichiro Tanizakis Markenzeichen. So auch im Tagebuch eines alten Narren, in dem sich der alternde Utsugi Tokusuke von seiner Schwiegertochter angezogen fühlt.