Die Nakagyō-Kokoro-Klinik in Kyoto erscheint nur Menschen, die in einer Krise stecken und Hilfe benötigen. Statt psychologischer Ratschläge erhalten die Patienten allerdings eine Katze verschrieben. Mit We’ll Prescribe You Another Cat geht die Serie nun in die zweite Runde.
Eigentlich wäre Hisatarō ein ganz normaler 16-jähriger Oberschüler – würde er nicht ständig in Zeitschleifen feststecken. Als jedoch sein Großvater bei der alljährlichen Familienzusammenkunft ermordet wird, hilft ihm diese besondere Fähigkeit dabei, den Mord zu verhindern.
Das kleine Café der magischen Minuten schließt nahtlos an den ersten Band Das kleine Café der zweiten Chancen an. Da beide Bände so eng miteinander verknüpft sind, umfasst die Rezension zum ersten Band auch gleich den zweiten Band.
2024 erschien mit das Loch Hiroko Oyamadas erster Roman auf Deutsch. Ihr tatsächliches Erstlingswerk, Die Fabrik, wurde zwei Jahre später ebenfalls ins Deutsche übersetzt.
Manchmal fühlt sich Mio wie eine Schildkröte. In solchen Momenten greift sie nach ihrem roten Wollschal, den ihre verstorbene Großmutter einst von Hand für sie gewebt hat. Mio wickelt sich fest in den Schal ein, verkriecht sich in ihrem Bett und versucht zu vergessen, dass sie in der Schule gemobbt wird.
So weit wir auch gehen iist die Romanfassung des bereits 2010 in Deutschland veröffentlichten Kinofilms Still Walking. Rund zehn Jahre später erscheint der Roman im Iudicium Verlag mit einem äußerlich eher unscheinbaren Cover, das der Atmosphäre des Buches kaum gerecht wird.
Jun’ichirō Tanizaki zählt zu den bedeutendsten japanischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Der 1886 in Tokio geborene Autor erlebte das Große Kantō-Erdbeben von 1923, den Zweiten Weltkrieg und die tiefgreifende Modernisierung Japans aus nächster Nähe. Sein Werk bewegt sich daher immer wieder im Spannungsfeld zwischen japanischer Tradition und westlicher Moderne.
Mit Wiedersehen im Kamelienhaus setzt Tabea Bach die Geschichte um der 26-jährigen Lucy fort, die eine Kamelienöl-Kooperative in Japan leitet.
Zwischen seinen umfangreichen Romanen veröffentlicht Murakami immer wieder auch Kurzgeschichtensammlungen. Erste Person Singular enthält acht Erzählungen, die – dem Titel entsprechend – allesamt als Ich-Erzählungen angelegt sind und überwiegend ähnliche Themen aufgreifen:
Neben Samurai, Kimono und Ikebana gehört die japanische Teezeremonie wohl zu den zentralen Elementen, die auf keiner Aufzählung zur „japanischen Kultur“ fehlen dürfen.
Das Gelbe Haus erreichte 2025 nicht ohne Grund Platz 5 der Spiegel-Bestsellerliste. Der Roman ist so eindrucksvoll erzählt, dass ich ihn unter den Neuerscheinungen japanischer Literatur des Jahres 2025 sogar auf Platz 1 setzen würde.
In Japan dauerte es erstaunliche acht Jahre, bis mit diesem Roman die lose Fortsetzung von Die Katze, die von Büchern träumte, veröffentlicht wurde. Der vorliegende zweite Teil, der auch vollkommen unabhängig vom ersten Teil gelesen werden kann, greift die bisherigen Erfolgselemente wieder auf: Eine Bibliothek, eine Katze, viele Bücher und ein mutiges Kind, das sich dem Bösen entgegenstellt.