Kanji Flashcards von White Rabbit Press



Kanji Flashcards von White Rabbit Press

Wer lernt heute schon noch mit Karteikarten, wo es doch I know und Anki gibt? Ähnliches habe ich mir auch gedacht und bisher auf Karteikarten verzichtet – zumindest was Vokabeln angeht.

Auf Dauer war es mir aber zu umständlich, jedes neue Kanji in digitale oder ganz herkömmliche Papierlisten zu notieren. Ein weiterer Nachteil – ich konnte die Kanji nicht überall und zwischendurch wiederholen. Also habe ich mir die Kanji Flashcards von White Rabbit Press.com bestellt. Insgesamt gibt es drei verschiedene Sets:

Ich rezensiere hier Volume 2, das sich von den anderen Sets aber nur in der Farbe und der Auswahl der Kanji unterscheidet.

Verpackung: Karteikasten gleich inklusive

Die Karten kommen in einem soliden Pappkarton, der sich zugleich mit selbstgebastelten Trennern zum Karteikasten umfunktionieren lässt. Die Karten sind durchnummeriert. Sucht man eine bestimmte Karte, kann man mit einem mitgelieferten Heft die Kanji nach Lesung oder Strichanzahl suchen.

Qualität der Karten

Die einzelnen Flashcards haben die ungefähre Größe von Kartenspielkarten, wobei sie ein klein wenig breiter sind als deutsche Spielkarten. Sie sind laminiert, sodass man einfache Schmutzflecken wieder entfernen kann.

Gestaltung der Karten

Auf der Vorderseite jeder Karte befindet sich links das Kanji, in der Mitte mögliche Kombinationen mit diesem Kanji sowie rechts maximal zwei ähnliche Kanji. Ebenfalls praktisch ist, dass im unteren Bereich der Vorderseite die Strichreihenfolge des Kanji vorgegeben wird. So kann man die Kanji direkt mit den Flashcards lernen und braucht kein weiteres Kanjilexikon.

Die Rückseite enthält im oberen Bereich alle möglichen Lesungen, wobei hier, wie auch bei vielen Lehrbüchern üblich, die Kun-Lesung in Hiragana, die On-Lesung in Katakana dargestellt ist. Außerdem wird die Grundbedeutung des Kanji übersetzt. Im unteren Teil werden schließlich die Kanjikombinationen mit Lesung und Bedeutung angegeben.

Vor- und Nachteile

Natürlich bringen die Flashcards die üblichen Nachteile mit sich: Die angegebenen Kanjikombinationen sind, anders als in einem Online-Kanjilexikon, nur maximal sechs. Die Karten bieten sich nicht dazu an, sie individuell zu ergänzen, zumal die Laminierung es schwierig macht, sie zu beschriften.

Dafür lassen sich die Karten aber sehr einfach sortieren und verwalten. Sortiert man die Karten, die man aktuell benötigt aus, kann man einen kleineren Stapel auch immer mit sich herumtragen und in Pausen oder unterwegs durchgehen. Und desto öfter man sich mit den Kanji beschäftigt, desto einfacher werden sie zu vertrauten Zeichen und prägen sich schließlich ein.

Update 20. März 2016: Inzwischen ist es auch möglich, die Kanji Flashcards direkt bei Amazon zu bestellen.

Verfasst am 24. Januar 2012 von

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Kommentare

  1. Ich würde mich interessieren: Funktionieren diese Karteikarten gut bei dir? Wie genau lernst du mit ihnen? Wie viele Trenner gibt es denn und wie entscheidest du, ob ein Kärtchen weiter nach vorne rückt oder zurück muss?
    Hast du auch schon Methoden wie „Remembering the Kanji“ von Heisig ausprobiert?

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