Japan-Glossar. Informationen zur Landeskunde

Japan-Glossar. Informationen zur Landeskunde



be.bra Verlag
704 Seiten
ISBN: 978-3-937233-61-1

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Wenn man japanische Literatur in deutscher Übersetzung liest, stößt man unweigerlich auf japanische Begriffe, die nicht übersetzbar sind, wie beispielsweise der Yukata. Das Japan-Glossar bietet Erklärungen zu rund 5000 japanischen Sachbegriffen aus den Themengebieten Alltag, Geschichte, Kultur und Medien.

Um nun das Wort Yukata zu finden, kann man im vorangestellten Sachregister (daneben gibt es auch noch ein Personenregister) suchen: “leichter, ungefütterter Kimono” steht dort und der Verweis auf das Kapitel 1.1. Alltag: Bekleidung, wo es noch weitere Informationen gibt.

Die einzelnen Artikel sind nicht nur einfach verständlich, präzise und auf das wichtigste konzentriert, sie sind auch durch Querverweise aufeinander bezogen. So findet sich zum Beispiel bei der Glosse yukata ein Verweis darauf, dass man ihn in einem ryokan (traditionelles japanisches Hotel) trägt.

Ist so ein Glossar in Zeiten von Google und Wikipedia überhaupt noch notwendig? Bei so einfachen Begriffen wie yukata und kimono wohl eher nicht. Wie nützlich dieses Glossar ist, zeigt sich aber, wenn man nach Fachbegriffen sucht, etwa bestimmte Genres japanischer Literatur.

Im Unterbereich Medien widmen sich allein knapp 30 Seiten japanischer Literatur. Das Kapitel ist – wie die Übrigen auch – zweiteilig aufgebaut: in einem ersten Teil stehen die Glossen alphabetisch geordnet, von einfachen Wörtern wie Schriftsteller über Gattungen und Genres bis hin zu wichtigen Literaturpreisen und Verlagsnamen. Der zweite Teil besteht aus einem Fließtext, in dem – wiederum überraschend prägnant und übersichtlich – ein Abriss japanischer Literaturgeschichte, Gattungen und Genres, erfolgt.

Einen kleinen Nachteil hat das Glossar aber doch: leider sind die Einträge und japanischen Wörter bis auf einige wenige Ausnahmen komplett in lateinischer Schrift gehalten. Dies spart aber auf der anderen Seite Platz, ermöglicht einen ungestörten Lesefluss und macht das Buch auch für diejenigen zugänglich, die die japanische Sprache nicht beherrschen. An genau solche Leser ist das Glossar nämlich auch gerichtet, wie im Vorwort betont wird.

Insgesamt leidet die inhaltliche Qualität dieses hilfreichen Glossars nicht darunter. Und wer es gern komplizierter mag, für den gibt es ja schließlich noch genug japanologische Fachliteratur.

Inhaltsübersicht

Fazit

Verständlich erklärtes, prägnant zusammengefasstes, übersichtlich dargestelltes Wissen zu allen Bereichen der japanischen Kultur.

Verfasst am 10. Juli 2010 von

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Kommentare

  1. Liebe Friederike,
    auf Deine Rezension hin hatte ich mir das gekauft – und jetzt nützt mir das gerade so gut bei der Erstellung eines Glossars.

    DANKE, Ursula

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