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Japan erlesen in 254 Rezensionen

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Japanische Coverzwillinge
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Cover aus ähnlichen Genres sehen sich oft verdammt ähnlich: Historische Krimis schmückt meist ein Frauenkörper, auf Thrillern sind Blutflecken zu sehen. Unpraktisch wird es allerdings, wenn sie die Buchcover fast gleichen – wer soll die Bücher im Laden dann noch auseinanderhalten?

Ein erstes interessantes Beispiel ist Sputnik Sweetheart von Haruki Murakami. Das englische Cover gleicht exakt dem von Amy Yamadas Nächte mit Spoon.

Die Buecher im Vergleich

Natürlich ist das nicht so schlimm, da die Buchcover für unterschiedliche Buchmärkte entworfen wurden. Wer Murakami liest, liest ihn wohl eher auf Deutsch oder direkt im Original. Was mir aber gar nicht gefällt ist, dass die beiden Hauptfiguren der Bücher damit gleichgesetzt werden. Die frivole Barsängerin Kim in Yamadas Roman hat nichts gemeinsam mit der ruhigen, empfindsamen Sumire in Murakamis Geschichte. das englische Cover finde ich einfach nur schlecht gewählt.

Einen zweiten – diesmal richtigen Coverzwilling – habe ich dann gefunden, als ich auf der Suche nach einer Ausgabe von Seide von Alessandro Baricco war. Ich kannte zuvor schon den Krimidoppelband von Laura Joh Rowland und dachte unächst erst, bei Amazon wäre etwas verwechselt worden.

Die Buecher im Vergleich

Zwar wurde das Bild einmal gespiegelt, trotzdem erkennt man gleich, dass es sich beim rechten Cover um einen Bildausschnitt vom linken handelt. Ich finde in diesem Fall das Cover für Bariccos Roman wenig passend, da es einen stärkeren Japanbezug suggeriert, als das Buch tatsächlich hat.

Verfasst von Friederike am 13. Juni 2011

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14 Jun

flattersatz

das ist ja eine interessante sache, mir ist so eine doppelung noch nie aufgefallen.

wie werden cover überhaupt ausgewählt, vom autor, der sein werk damit schmücken will oder vom verlag, der das buch verkaufen muss oder hängt das vom jeweiligen fall ab?

da habe ich mir noch nie gedanken drüber gemacht…

14 Jun

Friederike

Ich kenne es so, dass die Cover in der Regel der Verlag auswählt. Gerade bei z.B: Baricco wird der ja nicht gefragt vorher. Bilder kann man ja bei Photobörsen kaufen und so – könnte ich mir vorstellen – kommt dann auch die Doppelung zustande, die wahrscheinlich den Verlagen selbst nicht unbedingt auffällt.

16 Aug

Jessi

Da kann ich Friederike nur zustimmen. Ich habe eine Weile bei einem Verlag gearbeitet, und kenne es auch so, dass die Cover hauptsächlich vom Verlag gestaltet werden. Wenn der Autor im vornherein bestimmte Vorlieben äußert bzw. selbsterstellte Bilder mitliefert können diese es aber auch aufs Cover schaffen. ;)

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