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	<title>Japanliteratur</title>
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	<description>Bücher aus und über Japan</description>
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		<title>Das Happy End der Elefantenfabrik</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 07:03:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Japanische Literatur]]></category>
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		<description><![CDATA[Neben <a href="/fuwafuwa/">Fuwa Fuwa</a> gibt es noch weitere Bücher, bei denen Murakami mit dem Illustrator Mizumaru Anzai zusammengearbeitet hat. <em>Das Happy End der Elefantenfabrik</em> enthält ältere, in Deutschland noch unbekannte Kurzgeschichten aus den achtziger Jahren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anders als bei Fuwa Fuwa illustrieren die Zeichnungen von Anzai die Geschichten aber nicht, sondern stehen für sich selbst. Genau wie die Geschichten befassen sie sich aber mit einem recht einfachen Thema: Konsumobjekten wie Colaflaschen, Comics, Pullovern, Postkarten und Streichholzschachteln, die in simplen, dafür aber sehr farbigen Stillleben drappiert sind.</p>
<p><img src="http://japanliteratur.net/wp-content/uploads/2012/02/foto01.jpg"></p>
<p>Auch Murakamis Geschichten haben oft ein Objekt zum Thema: Er erzählt beispielsweise vom Song <em>Fun, fun, fun</em> der Beach Boys und welche Erinnerungen dieser bei ihm wachruft, von Weihnachten mit einer Bing Crosby Schallplatte, vom Detektiv Archer oder einfach nur von seiner Vorliebe für Sneaker.</p>
<p>Einige dieser Geschichten beschäftigen sich also, anders als wir es von aktuellen Geschichten gewöhnt sind, mit amerikanischer Kultur und amerikanischem Konsumgut. Einige Kurzgeschichten sind dementsprechend angefüllt mit japanisch-englischen Wörtern, was das Lesen für Japanischlerner einerseits erleichtert, sich stilistisch aber etwas komisch anfühlt.</p>
<p><img src="http://japanliteratur.net/wp-content/uploads/2012/02/foto02.jpg" class="alignleft"> Durch ihre Länge und das Vokabular eignen sich die Kurzgeschichten aber gut für Leseanfänger, die bereit sind, Kanji und neue Begriffe beim Lesen nachzuschlagen. Lohnend sind die Geschichten <em>Das Geheimnis der Spagetthifabrik</em>, <em>A Day in the Life</em>, <em>Der Füllfederhalter</em> und besonders <em>Das Abendrot im Spiegel</em>, in denen sich Murakamis geheimnisvolle-skurrile Erzählweise schon abzeichnet.</p>
<p>In <em>Das Abendrot im Spiegel</em> erzählt ein sprechender Hund seinem Herrchen bei einem Waldspaziergang von einem verzauberten Teich im Wald, in dem sich zu jeder Tageszeit das Abendrot spiegelt. Wer diesen Teich sieht, wird unweigerlich hineingezogen. Die Geschichte des Hundes ist aber nur Beiwerk, denn eigentlich erzählt er sie, um mit seinem Herrchen einen Tauschhandel einzugehen. Dieser hatte ihn nämlich ein Jahr zuvor gegen seine Ehefrau eingetauscht und überlegt, ob der den Hund nun wieder zurückgeben soll. Typisch für Murakami werden hier auch die skurrilsten Sachen behandelt, als wären sie normal. Der Erzähler kommentiert lediglich:</p>
<div class="quote">Natürlich sind sprechende Hunde selten. [...] Letztes Jahr im Frühjahr fand ein Bazar statt, bei dem ich mein Frau gegen den sprechenden Hund eingetauscht hatte. Ich weiß nicht wirklich, wer dabei Gewinn gemacht hat: ich oder mein Tauschpartner. Ich liebte niemanden mehr als meine Frau, aber nichts war seltener als ein sprechender Hund.</div>
<p>Der Band enthält neben zahlreichen Illustrationen von Mizumaru Anzai, der Übersetzung einer Erzählung von Otis Ferguson und einem Gespräch zwischen den Autoren folgende Kurzgeschichten:</p>
<p>カティーサーク自身のための広告 (<em>Werbeanzeige für Cutty Sark</em>), くりすます (<em>Weihnachten</em>), ある種のコーヒーの飲み方について (<em>Über das Trinken von Bohnenkaffee</em>), ジョン・アパダイクを読むための最良の場所 (<em>Der beste Ort um John Updike zu lesen</em>), FUN、FUN、FUN, 万年筆 (<em>Der Füllfederhalter</em>), スパゲティー工場の秘密 (<em>Das Geheimnis der Spaghettifabrik</em>), マイ・ネーム・イズ・アーチャー (<em>My name is Archer</em>), A DAY in THE LIFE, マイ・スニーカー・ストーリー (<em>Meine Sneaker-Story</em>), 双子町の双子まつり (<em>Das Zwillingsfest in Twinsville</em>), 鏡の中の夕焼け (<em>Das Abendrot im Spiegel</em>)</p>
<p><strong>Dieses Buch gibt es nur auf Japanisch!</strong></p>
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		<title>Das Geheimnis der Eulerschen Formel</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 06:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnisverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
		<category><![CDATA[zerbrochene Familie]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle 80 Minuten verliert der ehemalige Mathematikprofessor seine Erinnerungen. Auch wenn sein Kurzzeitgedächtnis nach einem Autounfall beschädigt wurde, sein Kopf funktioniert ansonsten einwandfrei und so lehrt er seine neue Haushälterin eifrig die Schönheit der Zahlen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Haushälterin und zugleich Erzählerin, die wie alle Figuren im Roman namenlos bleibt, ist schon die zehnte Haushaltshilfe beim Professor. Sie ist aber zugleich diejenige, die es am längsten mit ihm aushält, denn sie beginnt den schrulligen alten Mann, der sich hinter seiner Welt der Zahlen versteckt und seine Kleidung überall mit kleinen Erinnerungszettelchen versieht, in ihr Herz zu schließen.</p>
<p>Zwischendurch ist das Verhältnis der beiden harmonisch und durch die Erzählerin, die den Professor immer besser kennenlernt, entsteht der Eindruck, die Bindung zwischen den beiden würde sich vertiefen. Doch immer wieder erlebt sie verletzende Rückschläge, muss nach 80 Minuten ganz von vorne beginnen.</p>
<p>Ogawa spielt mit diesem Buch nicht nur ein interessantes Gedankenspiel durch, das die zwischenmenschlichen Beziehungen infrage stellt, sondern sie widmet sich dieses Mal thematisch einem Fach, das von Schriftstellern nicht oft angegangen wird: Der Mathematik. Erklärungen zu besonderen Zahlen und Rechnungen werden immer wieder in den Roman eingeflochten. Mit der Zeit steigert sich der Schwierigkeitsgrad, die Gedankengänge sind aber mit Oberstufenmathematik einfach nachzuvollziehen.</p>
<p>Mathematik wird hier ästhetisiert, zu einer rätselhaften Sache, wird genauso geheimnisvoll wie die <a href="/liebe-am-papierrand/">Finger, Ohren</a> und vielen kleinen, eigentlich unbedeutenden <a href="/das-museum-der-stille/">Gegenstände</a>, die Ogawa in ihren Romanen oft mit so viel Liebe zum Detail beschreibt. Und eines hat die Mathematik mit diesen Gegenständen auch gemeinsam:</p>
<div class="quote">
&#8220;Die Ordnung der Zahlen ist deshalb so schön, weil sie im alltäglichen Leben keinen Nutzen hat.&#8221; (162)
</div>
<p>Besonders ist dieses Buch also nicht nur wegen seiner ruhigen Erzählweise und den fein geschilderten zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern es spricht dieses Mal zusätzlich einen ganz neuen Leserkreis an. Wer selber einen Mathematiker oder Physiker kennt, der so engagiert ist wie der Professor, wird sicher viele Parallelen zwischen den beiden feststellen und oft schmunzeln müssen. Und wer selber eine Vorliebe für diese beiden Fächer hat, für den ist das Buch ein absoluter Geheimtipp.</p>
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		<title>Das Gesicht des Anderen</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 06:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
				<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Entstellung]]></category>
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		<category><![CDATA[Maske]]></category>

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		<description><![CDATA[Man kann einen Finger oder ein Bein verlieren und fast wie bisher weiterleben. Aber ohne Gesicht geht es nicht. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei einem Experiment wird das Gesicht eines Wissenschaftlers entstellt. Seine Narben versteckt er unter einem Verband. Er fühlt die Blicke der Menschen um sich herum, fühlt sich ausgeschlossen aus dem richtigen Leben. Auch die Beziehung zu seiner Frau verschlechtert sich zunehmend.</p>
<div class="quote">
Gesicht&#8230; das ist letzten Endes der Gesichtsausdruck. Und dieser Ausdruck ist&#8230; ja, wie soll ich sagen&#8230; gewissermaßen die Gleichung, die die Beziehungen zu anderen Menschen bestimmt. Es ist der Weg, der den Menschen mit anderen verbindet. Ist dieser Weg durch einen Erdrutsch oder durch sonstwas blockiert, dann wird jeder das dahinterliegende Haus für unbewohnt halten und umkehren. (28)
</div>
<p>Nach langem Grübeln über seine Situation, die Bedeutung von Gesichtern und das Wesen von Masken zieht er sich zurück und stellt eine Maske für sein Gesicht her, die in ihrer Elastizität und Detailtreue fast einer zweiten Haut gleicht.</p>
<p>Doch statt dass er durch die Maske wieder Verbindung zu seiner alten Welt aufnimmt, macht sich die Maske selbständig. Der Wissenschaftler bildet zwei Identitäten heraus, die in Konflikt miteinander kommen, als die Maske seine Frau zum Ehebruch verführt.</p>
<p>Der Roman enthält vielmehr Reflexionen als eigentliche Handlung. In drei Notizbüchern schreibt der Wissenschaftler seine intimen Gedanken nieder, immer adressiert an ein Du. Erst zum Schluss wird richtig deutlich, was die Ausgangslage des Romans war und wer mit diesem Du gemeint ist. Die Notizbücher übernehmen auf einmal die Aufgabe, an der der Wissenschaftler immer wieder scheitert: Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen.</p>
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		<title>Wogen</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 06:55:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Affäre]]></category>
		<category><![CDATA[Eheleben]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenbilder]]></category>
		<category><![CDATA[starke Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die japanische Literatur bietet einige Eigenheiten: Besonders ruhige, handlungsarme Erzählungen wie bei <a href="/liebe-am-papierrand/">Yôko Ogawa</a> oder die scheinbar bloße Aneinanderreihung unbedeutender, alltäglicher Episoden wie bei <a href="/hinter-der-glastuer/">Sôseki Natsume</a> stellen die Geduld des Lesers auf die Probe. Auch bei diesem essayistischen Roman ist der Zugang nicht ganz einfach.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dabei ist die Geschichte, die zu Anfang präsentiert wird, weder komplex noch umständlich erzählt. Die verheiratete Erzählerin Kyôko trifft sich mit einem ebenfalls verheirateten Mann zum Geschlechtsverkehr. Die Begegnung zwischen den beiden bleibt dabei unterkühlt. Sie reden wenig, jeder bleibt letztlich für sich allein. Diese &#8211; wenn man sie denn so nennen kann &#8211; Beziehung zieht sich über die ersten 70 Seiten hin und es scheint, als handle der Roman von der Beziehung der beiden, als ginge es hier um die Affäre.</p>
<p>Doch ein plötzlicher Handlungsumschwung in der bisher eher ruhigen Geschichte verändert den Fokus der Erzählung. Auf einmal beendet Kyôko die Affäre und reist ins Ausland. Ihre Freundin Kumiko stellt sie vorher den Mann vor. Kumiko fängt nun eine Affäre mit dem Mann an, freundet sich zugleich mit dessen Frau an und berichtet Kyôko aus der Ferne von ihren Erlebnissen.</p>
<p>Langsam wird das Muster klar: Kyôko erzählt einzelne, lose zusammenhängende Episoden, die oft dadurch verbunden sind, dass in ihnen das Verhältnis von Mann und Frau, von Rollenbildern diskutiert wird. Dabei gibt es in weder einen richtigen Anfang noch ein Ende. Beim ersten Lesen ist es deshalb sehr schwierig, das eigentliche Thema des Buches ausfindig zu machen. Die gesichtslosen Figuren und die einzelnen Episoden, in denen oft nicht mehr passiert, als dass die Figuren sich unterhalten oder Ausflüge unternehmen, trägt dabei dazu bei, Spannung aufzubauen.</p>
<p>Geht man an diesen Roman also mit einem Unterhaltungsanspruch, ist dieser nur schwer einzulösen. Die eigentliche Substanz bilden die Dialoge und Sätze, die sich mit den Rollenbildern und dem Verhältnis von Frauen und Männern in der Gesellschaft auseinandersetzen. Der Roman lässt sich also weniger als Roman mit einer Handlung, sondern vielmehr als Essay, der dieses Thema verhandelt, lesen.</p>
<div class="quote">
&#8220;Ich habe einfach das Gefühl, dass die Rollenverteilung der grauen Vorzeit heute so nicht mehr passt. Auch die Rollenverteilung aus der Zeit des Reisanbaus passt nicht mehr. Meiner Meinung nach muss es ab jetzt anders sein&#8221;, hatte sie gesagt. (171)
</div>
<p>Wenn die schwangere Kumiko ihr Kind allein zur Welt bringen und es ohne Vater aufziehen will, wenn Kyôko selbst auf Kinder verzichtet und von sich aus Affären mit Männern beginnt und wieder beendet, dann kommt hier zwar ein neues, anderes Frauenbild zum Vorschein. Wie genau die neue Rollenverteilung aussehen soll und funktionieren kann, das kann und will Tomioka aber nicht vorschreiben.</p>
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		<title>Zehn</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 06:42:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
				<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[japanischer Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Franka Potente ist bisher eher als Schauspielerin bekannt. Mit ihrem neuen Erzählband Zehn, der 10 Kurzgeschichten aus dem japanischen Alltagsleben enthält, zeigt sie, dass sie aber auch schreiben kann - und das ziemlich einfühlsam.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An sich ist es ja immer etwas mit Vorbehalt zu sehen, wenn Europäer über das Leben in Japan schreiben. Oft sind diese Berichte voll mit Klischées, von denen wir gerne lesen möchten. Oder sie zeigen uns die so fremden und unverständlichen japanischen Gewohnheiten, immer mit einem Augenzwinkern und der Aussage: &#8220;Irgendwie niedlich, aber ein bisschen verrückt, diese Japaner!&#8221;</p>
<p>Potentes Geschichten lassen sich in keine dieser beiden Schubladen stecken. Ihren Erzählungen merkt man an, dass sie nicht über ein ihr fremdes, exotisches Land schreibt, sondern sich in die japanische Lebens- und Denkweise einfühlt. Deshalb wirken die zehn Kurzgeschichten, die alle aus dem ganz alltäglichen japanischen Leben gegriffen zu sein scheinen, so authentisch.</p>
<p>Da gibt es zum Beispiel eine Geschichte von einer unzufriedenen Hausfrau, die beobachtet, wie ihr kleiner Sohn auf die Balkonbrüstung klettert und sich wünscht, dass er herunterfällt. Es wird erzählt von einer alten Frau, die plötzlich merkt, wie einsam sie ist und von einer anderen, deren traditionelles Fächergeschäft schlecht läuft. Ein alter Mann bekommt eine Krebsdiagnose und beschließt sein Leben eigenständig zu beenden und ein junger Mann lässt sich auf eine Affäre mit einer Schwedin ein, die ihn emotional überfordert.</p>
<p>Auch wenn die Kurzgeschichten in Thematik und Aufbau alle sehr unterschiedlich sind, haben sie doch alle etwas Berührendes, nachdenklich Machendes an sich. Denn auch wenn die Protagonisten Japaner sind, sind ihre Probleme doch menschlich, universell.</p>
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		<title>Japanische Tuschemalerei</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 06:08:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
				<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Ueberjapan]]></category>
		<category><![CDATA[Malen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Tuschemalerei]]></category>

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		<description><![CDATA[Die japanische Tuschemalerei wird für ihren schlichten, monochromatischen Stil geschätzt. Aber auch wenn die puristischen Bilder, die sich aus nur wenigen Pinselstrichen zusammensetzen, so simpel aussehen - um die Motive gekonnt umzusetzen, braucht man viel Übung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie fast jeder Kunstratgeber enthält auch dieser zu Beginn zunächst viel theoretische Informationen: Wie wird Tusche hergestellt? Welche Papierstärken gibt es? Welches Material benötige ich zum Malen?</p>
<p>Auch Grundfähigkeiten, zum Beispiel wie man den Pinsel hält und führt, werden anhand von Bildern illustriert. Diese ersetzen aber leider weder ein Video noch die einfache Demonstration durch einen Lehrer und sind nur recht umständlich nachzuvollziehen.</p>
<p>Der Hauptteil des Buches ist Motiven in Kapitel unterteilt. Es werden die wichtigsten Motive Schritt für Schritt erläutert: die chinesische Orchidee, Bambus, Chrysanthemen und Pflaumenblüten. Außerdem gibt es noch einige Motivvorlagen zur Blumen- und Vogelmalerei, bei denen die einzelnen Malschritte grob erklärt werden.</p>
<p>Zum Schluss gibt es noch einen kleinen Ausblick auf die Landschaftsmalerei. Manchmal ist weniger dann doch mehr und so hätte ich es schöner gefunden, wenn anstatt dieser oberflächlichen Informationen die Blumenmotive noch ausführlicher erklärt oder noch mehr Varianten der Motive vorgestellt worden wären.</p>
<p>Ich habe versucht, einige Bilder nachzumalen, aber ist ist ziemlich befriedrigende Ergebnisse zu erzielen. Und auch wenn es einem gelingt, das Motiv aus dem Buch nachzumalen, so lernt man dadurch noch lange nicht, die Motive selbstständig zu variieren. Wer hier Erfolg haben will, braucht neben dem Kunstratgeber vor allem selbst ein künstlerisches Händchen.</p>
<p>Heike Sackmann hat die Tuschemalerei selbst in Japan erlernt und möchte dies durch ihr Buch weitergeben. Leider gelingt das nicht ganz, vielleicht auch, weil das Buch das falsche Medium ist. Es ersetzt keinen Lehrer, der erklärt, korrigiert und vormacht. Insofern ist es vielleicht fruchtbarer, einen Tuschemalereikurs zu besuchen &#8211; diese werden in letzter Zeit zahlreich an Volkshochschulen angeboten.</p>
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		<title>Hear the Wind Sing</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 06:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
				<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Englische Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[1970]]></category>
		<category><![CDATA[Rat-Trilogy]]></category>
		<category><![CDATA[Romandebüt]]></category>
		<category><![CDATA[Studentenleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Murakamis Debütroman <em>Hear the wind sing</em> wurde nie ins Deutsche übersetzt, dabei ist er der erste Band einer Trilogie, die mit <a href="/wilde-schafsjagd/">Wilde Schafsjagd</a> endet. Wer wissen will, was vor <em>Wilde Schafsjagd</em> passiert, muss auf die englische Übersetzung zurückgreifen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aber die englische Ausgabe, die nur innerhalb Japan in der Edition <em>Kondansha English Library</em> vertrieben wird, war lange Zeit vergriffen. Erst 2010 legte Kodansha <em>Hear the Wind Sing</em> und <em>Pinball 1973</em> wieder auf, sodass die <em>Rat Trilogy</em> nun wieder vollständig verfügbar ist.</p>
<p>Murakami erzählt die Geschichte eines 21-jährigen Studenten, der die Sommerferien in seinem kleinen Heimatort irgendwo an der Küste verbringt. In der Zeitspanne vom 8. bis 26. August 1970 spielt die kurze, episodenhafte Geschichte, die jäh ein Ende findet, als der Student wieder zurück nach Tôkyô muss.</p>
<p>Dazwischen erlebt er aber einiges, was zu richtig guten Semesterferien wohl dazugehört: Gemeinsam mit der <em>Ratte</em> hängt er in J`s Bar ab, macht die Nächte durch, fährt mit dem Auto herum und kümmert sich schließlich um ein stockbetrunkenes Mädchen, dem an einer Hand der kleine Finger fehlt.</p>
<p>Die Begegnung mit dem Mädchen, zieht sich ein wenig wie ein Erzählfaden durch die vielen kleinen Episoden, in denen der Student auch von seinen vergangenen Liebschaften, der Freundschaft mit der Ratte, Musik und Literatur erzählt. Schwierig ist es dabei, sich vorzustellen, dass die Geschichte überhaupt in Japan spielt. Von der Musik (Beach Boys) über Literatur, Autos und sogar Getränke (Coca Cola) beschreibt Murakami ein Japan, das kulturell stark unter dem Einfluss der amerikanischen Kultur steht. Dies vermittelt fast den Eindruck, in Japan zu sein.</p>
<p>In dieser Novelle ist schon viel angelegt, was wir aus späteren Murakami-Romanen kennen. Ein Mädchen mit unnahbarem, schwierigem Charakter gibt es in der <em>Rat Trilogy</em> und auch in späteren Romanen öfter. Genauso behandelt Murakami auch das Thema der Adoleszenz und des Erwachsenwerdens noch in weiteren Romanen wie <a href="/naokos-laecheln/">Naokos Lächeln</a>, <a href="/gefaehrliche-geliebte/">Gefährliche Geliebte</a>.</p>
<p>Insgesamt fehlt diesem sehr fragmentarisch angelegten Buch, bei dem der Erzählfluss immer wieder durch Reflexionen, Einschüben von Musik oder auch skurrilen Zwischenszenen wie dem Anruf eines betrunkenen Radiomoderators unterbrochen wird, aber noch der Zauber, der sich in späteren Romanen entfaltet.</p>
<p><em>Eine sehr ausführliche Rezension mit vielen Hintergrundinformationen gibt es außerdem bei <a href="http://misteraufziehvogel.blogspot.com/2011/11/rezension-hear-wind-sing-haruki.html">Mister Aufziehvogel</a>.</em></p>
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		</item>
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		<title>Die Kaenguruhhefte</title>
		<link>http://japanliteratur.net/die-kaenguruhhefte/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 21:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
				<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosen]]></category>
		<category><![CDATA[Skurriles]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit und Traum]]></category>

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		<description><![CDATA[Alles beginnt damit, dass ein Mann in den Briefkasten für Verbesserungen seiner Firma ein Blatt mit nur einem Wort steckt: Känguruhhefte. Dies scheint das erste Indiz für eine im wahrsten Sinne des Wortes aufkeimende Krankheit zu sein: Ihm wird bald Kresse an den Beinen wachsen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beunruhigt geht der Mann zum Hautarzt, doch hier scheint man den Ernst seiner Lage nicht zu erkennen. Als er endlich ins Behandlungszimmer gerufen wird, ordnet der Doktor eine OP an. Als die Krankenschwester dem Mann Blut abnimmt, verliert er das Bewusstsein.</p>
<p>Allerspätestens hier ist nicht mehr klar, was Einbildung und was Realität ist. Der Mann findet sich festgeschnallt auf einer Liege wieder, aber die Kresse auf seinen Beinen ist immer noch da. Es beginnt eine wilde Achterbahnfahrt durch skurrile Welten &#8211; immer begleitet den Mann sein Bett. Das Bett und eine Arzthelferin sind überhaupt das einzig konstante und der scheinbar letzte Bezugspunkt zur Realität.</p>
<p>Das Buch ist aber trotz der wirren Erlebnisse des Mannes, bei denen nicht klar ist, ob er sie nur in seinem Kopf erlebt oder aus Reizen aus seiner Umgebung zusammenhalluziniert, nicht unverständlich oder schwer zu lesen. Am besten lässt sich das Lesegefühl mit dem berühmten Satz von Chomsky illustrieren:</p>
<div class="quote">
Colorless green ideas sleep furiously
</div>
<p>Wir lesen diesen Satz und &#8220;verstehen&#8221; ihn irgendwie, auch wenn das, was er beschreibt, in der Realität nicht möglich ist. Genauso ist es mit dem Buch. In seinen Einzelteilen ist vieles vertraut, in der Zusammensetzung aber absurd. So betritt der Mann beispielsweise ein Kaufhaus, in dem er folgende Produkte findet:</p>
<div class="quote">
Ein Computerhoroskop&#8230; Schweinchen, die je nach Wetter ihre Farbe wechseln&#8230; Lostrommeln&#8230; Penisfutterale aus Papua-Neuguinea.. ein Radio Baujahr 1907&#8230;
</div>
<p>Leider wird das Rätsel zwischen Wahn und Wirklichkeit bis zum Schluss nicht aufgelöst. Am Ende steht nicht die Heilung, sondern ein abrupter Schluss.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Yomitai! Neue Literatur aus Japan</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 18:52:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Japanische Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Ueberjapan]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[japanische Schriftsteller]]></category>

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		<description><![CDATA[Was zeichnet die zeitgenössische japanische Literatur aus? Welche Schriftsteller außer Haruki Murakami und Hiromi Kawakami gibt es noch, die für uns interessant sein könnten? Dieses Kompendium gibt einen ausführlichen Einblick in die aktuelle japanische Literaturlandschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Normalerweise sind solche Kompendien informativ, dafür aber ziemlich trocken und oft auch in einem komplizierten wissenschaftlichen Stil geschrieben. Hier ist es ganz anders. Dieses Buch ist zwar informativ, zusätzlich aber auch noch sehr ansprechend aufgemacht. Dies zeigt sich schon allein an den Überschriften zu den Autorenportraits, die neugierig machen:</p>
<div class="quote">
Ein japanischer Kafka, der lächelnd für Dosenkaffe wirbt<br />
Erdbeeren zur Rushhour<br />
Playstation goes Bücherregal
</div>
<p>Ganz anders als zum Beispiel in <a href="/japanische-gegenwartsliteratur/">japanische Literatur</a> von Hijiya-Kirschnereit sind es hier nicht die bekannten, kanonisierten Autoren, die vorgestellt werden, sondern auch junge Autoren, die zudem auch Trivialliteratur schreiben.</p>
<p>Und das macht den Reiz des Buches aus: Es zeigt unverblümt die Themen, die die japanische Literaturwelt beschäftigen. Die Literaturübersicht reicht bei den meisten Autoren sogar bis 2011 und ist so sehr aktuell.</p>
<p>Wir erfahren von einem Punk, der die Gesellschaft kritisiert, gleichzeitig aber für Sony wirbt (Kô Machida) oder einer Autorin, die mit dem Geist der Zeit geht und wöchentlich einen Essay im Internet veröffentlicht (Taguchi Randy). Auch Dinge, die dem deutschen Leser bisher verborgen blieben, offenbart dieses Buch, nämlich beispielsweise, dass Masaya Nakahara im Herbst 2010 ein Buch mit dem Titel <em>1Q84 ika!</em> (<em>Weniger als 1Q84!</em>) veröffentlicht hat.</p>
<h2>Autorenportraits</h2>
<p>Die Autorenportraits sind alle knapp gehalten und beschränken sich auf das Wesentliche: Auf drei bis vier Seiten werden besondere Charakteristika der Autoren zusammengefasst und ausgewählte Werke vorgestellt. Die Texte sind nicht literaturwissenschaftlich trocken, sondern pointiert, fokussieren auf das, was an den einzelnen Autoren besonders interessant ist.</p>
<p>Den einzelnen Autoreneintrag komplettiert eine praktische Übersicht, die den Debützeitpunkt, Preisverleihungen und Themen, mit denen sich der Autor befasst, enthält. Die Themen sind kurz und knapp als Schlagworte formuliert. Schade, dass es in einem Buch nicht wie auf einer Webseite möglich ist, diese Schlagworte miteinander zu verlinken.</p>
<p>Als letztes werden einige ausgewählte Werke vorgestellt, bei denen auch immer deutsche oder englische Übersetzungen angegeben werden, wenn sie existieren.</p>
<h2>Die Literaturkarte</h2>
<p><em>Yomitai!</em> kombiniert auf moderne Weise verschiedene Medien. Nicht nur wird in einem Extrakapitel auf Webseiten von Schriftstellern und damit dem Internet Platz eingeräumt, auch liegt dem Buch selbst eine herausnehmbare Karte bei, mit der sich die Autoren in die aktuelle Literaturlandschaft einordnen lassen.</p>
<p><img src="http://japanliteratur.net/wp-content/uploads/2012/01/yomitai_bild.jpg" alt="ein Ausschnitt der Karte"></p>
<h2>&#8230; und noch mehr</h2>
<p>Neben den Autorenportraits, die den Großteil des Buches einnehmen, gibt es aber noch jede Menge weitere Informationen. In einem Glossar werden Trends, Themen, Begriffe, Genres und Merkmale des japanischen Buchmarktes erklärt (circa 60 Seiten), ein Aufsatz über die moderne Literatur in Japan gibt einen Gesamtüberblick (circa 40 Seiten) und eine Top Ten gibt zum Schluss noch zehn Leseempfehlungen.</p>
<h2>Autoren und Autorinnen, die vorgestellt werden (60)</h2>
<p><em>Zu allen Autorennamen, die mit einem * versehen sind, liegen Übersetzungen auf Deutsch vor, bei ** gibt es Übersetzungen auf Englisch.</em></p>
<table>
<tr>
<td width="295">
<ul class="liste">
<li>Abe, Kazushige</li>
<li>Akasaka, Mari *</li>
<li>Aoki, Jungo</li>
<li>Aoyama, Nanae</li>
<li>Ehara, Hiroyuki</li>
<li>Ekuni, Kaori **</li>
<li>Fujino, Chiya **</li>
<li>Fujisawa, Shû</li>
<li>Fukui, Harutoshi</li>
<li>Furui, Yoshikichi *</li>
<li>Gen`yu Sôkyû *</li>
<li>Goikeda, Shin`ya *</li>
<li>Hanamura, Mangetsu</li>
<li>Hase, Seishû</li>
<li>Higashino, Keigo *</li>
<li>Hino, Keizô *</li>
<li>Hosaka, Kazushi</li>
<li>Ikezawa, Natsuki *</li>
<li>Itô, Hiromi *</li>
<li>Itô, Takami</li>
<li>Iwai, Shimako</li>
<li>Kakuta, Mitsuyo **</li>
<li>Kanehara, Hitomi *</li>
<li>Kawakami, Hiromi *</li>
<li>Kirino, Natsuo *</li>
<li>Kitakata, Kenzô **</li>
<li>Kôno, Taeko *</li>
<li>Kurimoto, Kaoru</li>
<li>Kuroda, Akira *</li>
<li>Lily, Franky</li>
</ul>
</td>
<td>
<ul class="liste">
<li>Machida, Kô</li>
<li>Maijô, Ôtarô</li>
<li>Morioka, Masahiro</li>
<li>Murakami, Haruki *</li>
<li>Murakami, Ryû *</li>
<li>Nakahara, Masaja</li>
<li>Nishi, Kanako</li>
<li>Ôba, Minako *</li>
<li>Ôe, Kenzaburo *</li>
<li>Ogawa, Yôko *</li>
<li>Okuda, Hideo *</li>
<li>Okuizumi, Hikaru *</li>
<li>Sagisawa, Megumu</li>
<li>Sakurai, Ami **</li>
<li>Shiba, Ryôtarô *</li>
<li>Shimada, Masahiko</li>
<li>Suzuki, Seigô</li>
<li>Taguchi, Randy</li>
<li>Takahashi, Gen`ichiro **</li>
<li>Takami, Kôshun</li>
<li>Tawada, Yôko *</li>
<li>Tsuji, Hitonari *</li>
<li>Tsushima, Yûko *</li>
<li>Wataya, Risa *</li>
<li>Yamada, Eimi **</li>
<li>Yamada, Taichi *</li>
<li>Yan, Sogiru</li>
<li>Yokomori, Rika</li>
<li>Yoshimoto, Banana *</li>
<li>Yû, Miri *</li>
</ul>
</td>
</tr>
</table>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Japanische Buchläden (1): Takagi Düsseldorf</title>
		<link>http://japanliteratur.net/japanische-buchladen-1-takagi-dusseldorf/</link>
		<comments>http://japanliteratur.net/japanische-buchladen-1-takagi-dusseldorf/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 06:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was gibt es schöneres als einen ganzen Laden voller Bücher? Einen Laden voller japanischer Bücher! In dieser Serie werden Buchläden in Deutschland vorgestellt, die sich auf japanische Literatur spezialisiert haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im &#8220;Japanviertel&#8221; rund um die Immermannstraße in Düsseldorf gibt es gleich mehrere solcher Buchläden. Einer davon ist die Buchhandlung Takagi, die japanische Zeitschriften, Mangas, Kinder- und Erwachsenenbüchern sowie japanische Literatur auf Deutsch führt.</p>
<h2>Literatur auf Deutsch</h2>
<p>Das besondere an der Auswahl deutscher Literatur: Hier gibt es Bücher, die sonst nur schwer zu bekommen sind, wie beispielsweise <a href="/eine-frau-in-den-besten-jahren/">Eine Frau in den besten Jahren</a>, das in Deutschland sonst nur direkt über die Übersetzerin bezogen werden kann. Außerdem finden sich eine ganze Menge Krimis, die in Japan spielen. Daneben gibt es natürlich auch aktuelle Sachbücher mit Japanbezug und -nicht zu vergessen &#8211; deutsche Mangas.</p>
<h2>Japanische Literatur und Lehrmaterial</h2>
<p>Auch für Japanischlernende ist die Auswahl reichhaltig, da es viele Kinderbücher und Zeitschriften gibt, die sich auch für Leseanfänger eignen. Da alle Bücher importiert wurden, sind aber vor allem die Lehrmaterialien circa 5 bis 10 Euro teurer als würde man sie direkt in Japan bestellen. Auch auf die Literatur werden gegenüber dem Originalpreis ein paar Euros draufgeschlagen. Dafür hat man im Buchladen aber auch die Gelegenheit, sich die Bücher vorher genau anzusehen, was, wenn man direkt aus Japan bestellt, natürlich meist nicht möglich ist.</p>
<p>Die Bedienung im Laden ist sehr freundlich und berät auch gerne. Wer nicht extra nach Düsseldorf fahren möchte, kann auch telefonisch bestellen. Außerdem gibt es einen <a href="http://www.takagi-books.de/index.php">Online-Shop</a>, der aber nur eine Auswahl des Sortiments beinhaltet.</p>
<h3>Adresse</h3>
<p><em>Takagi Books befindet sich in einer Nebenstraße, circa 10 Fußminuten vom Hauptbahnhof entfernt.</em></p>
<p>
<a href="http://takagi-books.de/">Takagi GmbH</a><br />
Marienstr. 41<br />
40210 Düsseldorf</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kanji Flashcards von White Rabbit Press</title>
		<link>http://japanliteratur.net/kanji-flashcards-von-white-rabbit-press/</link>
		<comments>http://japanliteratur.net/kanji-flashcards-von-white-rabbit-press/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 06:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Japanisch Lerntipps]]></category>
		<category><![CDATA[Anfänger]]></category>
		<category><![CDATA[Fortgeschrittene]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelstufe]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer lernt heute schon noch mit Karteikarten, wo es doch <a href="http://iknow.jp">I know</a> und <a href="http://ankisrs.net/">Anki</a> gibt? Ähnliches habe ich mir auch gedacht und bisher auf Karteikarten verzichtet - zumindest was Vokabeln angeht. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Dauer war es mir aber zu umständlich, jedes neue Kanji in digitale oder ganz herkömmliche Papierlisten zu notieren. Ein weiterer Nachteil &#8211; ich konnte die Kanji nicht überall und zwischendurch wiederholen. Also habe ich mir die Kanji Flashcards von <a href="http://www.whiterabbitpress.com/">White Rabbit Press.com</a> bestellt. Insgesamt gibt es drei verschiedene Sets:</p>
<ul>
<li>Volume 1 &#8211; ca. 300 Kanji (JLPT N5 und N4)</li>
<li>Volume 2 &#8211; ca. 750 Kanji (JLPT N3 und N2)</li>
<li>Volume 3 &#8211; ca. 1000 Kanji</li>
</ul>
<p>Ich rezensiere hier Volume 2, das sich von den anderen Sets aber nur in der Farbe und der Auswahl der Kanji unterscheidet.</p>
<p><img src="http://japanliteratur.net/wp-content/uploads/2012/01/flashcards02.jpg"></p>
<h2>Verpackung: Karteikasten gleich inklusive</h2>
<p>Die Karten kommen in einem soliden Pappkarton, der sich zugleich mit selbstgebastelten Trennern zum Karteikasten umfunktionieren lässt. Die Karten sind durchnummeriert. Sucht man eine bestimmte Karte, kann man mit einem mitgelieferten Heft die Kanji nach Lesung oder Strichanzahl suchen.</p>
<p><img src="http://japanliteratur.net/wp-content/uploads/2012/01/flashcards03.jpg"></p>
<h2>Qualität der Karten</h2>
<p>Die einzelnen Flashcards haben die ungefähre Größe von Kartenspielkarten, wobei sie ein klein wenig breiter sind als deutsche Spielkarten. Sie sind laminiert, sodass man einfache Schmutzflecken wieder entfernen kann.</p>
<p><img src="http://japanliteratur.net/wp-content/uploads/2012/01/flashcards04.jpg"></p>
<h2>Gestaltung der Karten</h2>
<p>Auf der Vorderseite jeder Karte befindet sich links das Kanji, in der Mitte mögliche Kombinationen mit diesem Kanji sowie rechts maximal zwei ähnliche Kanji. Ebenfalls praktisch ist, dass im unteren Bereich der Vorderseite die Strichreihenfolge des Kanji vorgegeben wird. So kann man die Kanji direkt mit den Flashcards lernen und braucht kein weiteres Kanjilexikon.</p>
<p><img src="http://japanliteratur.net/wp-content/uploads/2012/01/flashcards05.jpg"></p>
<p>Die Rückseite enthält im oberen Bereich alle möglichen Lesungen, wobei hier, wie auch bei vielen Lehrbüchern üblich, die <em>Kun</em>-Lesung in Hiragana, die <em>On</em>-Lesung in Katakana dargestellt ist. Außerdem wird die Grundbedeutung des Kanji übersetzt. Im unteren Teil werden schließlich die Kanjikombinationen mit Lesung und Bedeutung angegeben.</p>
<h2>Vor- und Nachteile</h2>
<p>Natürlich bringen die Flashcards die üblichen Nachteile mit sich: Die angegebenen Kanjikombinationen sind, anders als in einem Online-Kanjilexikon, nur maximal sechs. Die Karten bieten sich nicht dazu an, sie individuell zu ergänzen, zumal die Laminierung es schwierig macht, sie zu beschriften.</p>
<p>Dafür lassen sich die Karten aber sehr einfach sortieren und verwalten. Sortiert man die Karten, die man aktuell benötigt aus, kann man einen kleineren Stapel auch immer mit sich herumtragen und in Pausen oder unterwegs durchgehen. Und desto öfter man sich mit den Kanji beschäftigt, desto einfacher werden sie zu vertrauten Zeichen und prägen sich schließlich ein.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Echo eines langen Tages</title>
		<link>http://japanliteratur.net/das-echo-eines-langen-tages/</link>
		<comments>http://japanliteratur.net/das-echo-eines-langen-tages/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 06:20:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
				<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Ueberjapan]]></category>
		<category><![CDATA[Japaner in Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[In Ontario, Kanada, leben drei japanischstämmige Familien in unmittelbarer Nachbarschaft. Zwar haben sie einiges gemeinsam, unter anderem die Internierung während des Zweiten Weltkrieges in einem Lager, aber doch will sich ein richtiges Gemeinschaftsgefühl nicht einstellen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als eine der Japanerinnen plötzlich tot aufgefunden wird und ihr Mann mit den Kindern spurlos verschwindet, kommt Unruhe in die kleine Gemeinde. Inwiefern trifft die anderen Mitschuld am Tod der Frau, was wussten sie über ihr Verhältnis zu einem Amerikaner?</p>
<p>Ein Krimi ist das Buch aber keinesfalls. Die Ermittlungsarbeiten treten vollkommen in den Hintergrund. Die Atmosphäre wirkt irritierend friedlich. Aber es schwelt unter der Oberfläche. Der Mord ist nur ein winzig kleiner Impuls, der eine ganze Kette von Erinnerungen und Gefühlen in der Protagonistin anstößt.</p>
<p>Die Protagonistin ist eine ältere, ledige Japanerin, die ans Haus gefesselt ist, da sie ihren kranken Vater pflegen muss. Zudem macht sie den Haushalt für ihren Bruder, der scheinbar ein Problem mit Frauen zu haben scheint und deshalb immer noch zu Hause wohnt. Die Zeit, die ihr im Haus bleibt nutzt sie dazu, durch ein Fenster ihre Nachbarn zu beobachten. Dadurch erfährt sie schließlich mehr als ihr lieb ist und wird in den Mordfall selbst verwickelt.</p>
<p>Doch während sie tief in ihrem Inneren eigentlich weiß, was passiert ist, versucht sie alles zu verdrängen. Sie wehrt sich gegen die Erinnerungen, auch, weil diese ein traumatisches Erlebnis aus ihrer Kindheit wieder aufzureißen drohen.</p>
<p>Der Roman liefert also ein psychologisches Innenbild, das vor allem durch Unbestimmtheit und Verdrängung gekennzeichnet ist. Entsprechend uneindeutig gestaltet sich auch die Geschichte, fehlt der rote Faden und ein Spannungsbogen. Erst am Ende wird klar, worauf alles hinausläuft. Es gibt ein kleines Finale, das nun die Fakten enthüllt, die man sich vorher schon vage zurechtreimen konnte.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Japanischer Krimi zu gewinnen!</title>
		<link>http://japanliteratur.net/japanischer-krimi-zu-gewinnen/</link>
		<comments>http://japanliteratur.net/japanischer-krimi-zu-gewinnen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 15:29:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://japanliteratur.net/?p=6863</guid>
		<description><![CDATA[Schon im November habe ich den außergewöhnlichen Krimi aus dem be.bra Verlag <a href="http://japanliteratur.net/feuerwagen/">rezensiert</a>. Nun verlost <em>Japanliteratur.net</em> zum offziellen Erscheinen ein Exemplar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der offiziellen Verlagsbeschreibung:</p>
<div class="quote">
Eine junge Frau verschwindet über Nacht und lässt alles, was zu ihrem alten Leben gehörte, hinter sich. Als Homma Shunsuke, ein Kommissar des Fahndungsdezernats, der gerade eine Schussverletzung auskuriert, von einem Verwandten gebeten wird, die Suche nach ihr aufzunehmen, scheint es sich zunächst um eine ganz gewöhnliche Frau zu handeln. Doch als niemand sie auf einem Foto wiedererkennt, wird er misstrauisch und forscht in ihrer Vergangenheit. Dort kommt er einem schier unglaublichen Geheimnis auf die Spur, das er nur entschlüsseln kann, wenn er sich in sie hineinversetzt …</div>
<p>Was den Roman so besonders macht, ist die Kombination aus Sozialkritik, Ermittlungsarbeit und das Aufbrechen altbekannter Schemata: Es gibt keine üblichen Befragungen, keine Leiche und keine Schuldige. Nur die Geschichte einer Frau, die vor etwas auf der Flucht zu sein scheint.</p>
<p>Die 400 Seiten starke Ausgabe ist gebunden, mit Schutzumschlag und kostet im Handel 29,95 €!</p>
<h1>Gewinnen? So geht`s!</h1>
<ol>
<li>Mail: Schreibe eine formlose E-Mail mit dem Betreff &#8220;Feuerwagen&#8221; an <em>friederike [at] krempin.it</em> <strong>oder</strong></li>
<li>Teile den entsprechenden Gewinnspiel-Beitrag auf Facebook (dies ist natürlich nur möglich für diejenigen, mit denen ich bei Facebook befreundet bin) <strong>oder</strong</li>
<li>Twitter: Twittere einfach folgenden Beitrag</li>
</ol>
<div class="quote">Krimigewinnspiel bei @japanliteratur : Neuerscheinung von Miyuki Miyabe zu gewinnen http://japanliteratur.net/japanischer-krimi-zu-gewinnen/</div>
<h1>Bedingungen</h1>
<p>Teilnahemschluss ist Freitag, 10. Februar 2012 um 20:00 Uhr. Der Gewinner wird per E-Mail / Facebook / Twitter benachrichtigt und hat zwei Tage Zeit, um sich zurückzumelden und seine Adresse anzugeben. Ansonsten wird das Buch unter allen Teilnehmern neu ausgelost. Wer am Gewinnspiel teilnimmt, erklärt sich damit einverstanden, nach dem Lesen eine kurze schriftliche Bewertung zum Buch abzugeben, die auf <em>Japanliteratur.net</em> veröffentlicht wird.</p>
<h1>Auslosung</h1>
<p><em>Nachtrag 11.02.2012:</em> Gewonnen hat nach <a href="http://random.org">Random.org</a> die Nummer 14 in der Teilnehmerliste, das ist Katharina K.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Romanze östlich des Sumidagawa</title>
		<link>http://japanliteratur.net/romanze-oestlich-des-sumidagawa/</link>
		<comments>http://japanliteratur.net/romanze-oestlich-des-sumidagawa/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 06:02:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
				<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesromane]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftsteller]]></category>
		<category><![CDATA[Sumida]]></category>
		<category><![CDATA[Terajima]]></category>
		<category><![CDATA[Tokyo]]></category>
		<category><![CDATA[Unterstadt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://japanliteratur.net/?p=6357</guid>
		<description><![CDATA[Viele Romane gibt über die angeheizte Stimmung und die Entwicklung des Militarismus in Japan vor dem Krieg. Kafû Nagai aber schreibt im Jahr vor Kriegsbeginn eine sanfte und ruhige Liebesgeschichte, die weniger die momentane Stimmung einfängt, sondern sich vielmehr auf Spurensuche nach dem alten Tôkyô begibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein in die Jahre gekommener Schriftsteller streift durch die Stadtviertel Tôkyôs, immer auf der Suche nach Beobachtungen und Eindrücken. Ihn zieht es dabei vor allem in die Vergnügungsviertel, wo er an einem Regentag die rund 30 Jahre jüngere Prostituierte O-Yuki kennenlernt. Weil es regnet, leiht er ihr seinen Schirm und sie lädt ihn zu sich ein. Damit beginnt eine Liebesbeziehung.</p>
<p>Der Schriftsteller besucht O-Yuki von nun an regelmäßig, wobei er die Treffen immer bezahlt. Liebesszenen gibt es keine, dafür schildert Nagai die Gespräche der beiden und fängt Eindrücke von O-Yuki ein. Es sind wirklich nur Eindrücke, denn trotz allem bleibt sie flüchtig: Was sie vorher gemacht hat, wie sie mit ihren anderen Freiern umgeht, all dies bleibt außen vor. O-Yuki wirkt nahezu edel, der Schriftsteller sieht sie in ihren traditionellen Kimonos in Kontrast zu modernen, gewöhnlichen Prostituierten.</p>
<p>Der Schriftsteller selbst thematisiert immer wieder den Anspruch, realistisch zu erzählen. So lässt er die Geschichte dann auch auslaufen: Plötzlich, rasch wie die Romanze gekommen ist, wird sie beendet, ohne große Tränen, Konflikte oder ein Wiedersehen.</p>
<div class="quote">
O-Yuki und ich kannten bis zuletzt unsere eigentlichen Namen und unser eigentliches Zuhause nicht. [...] Unser Verhältnis war von der Art gewesen, daß wir, falls wir uns trennen sollten, nie wieder Gelegenheit haben oder Wege finden würden, uns ein zweites Mal zu begegnen. (114)
</div>
<p>Die Qualität der Erzählung liegt in den Bildern und Szenen, die Nagai beschreibt. Auch wenn das Tôkyô der 30er Jahre für uns weit entfernt ist, wird die damalige Zeit durch die kleinen literarischen Szenen lebendig. Dazu tragen auch die genauen Schilderungen des Wetters und Klimas bei.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>PONS Grammatik kurz &amp; bündig Japanisch</title>
		<link>http://japanliteratur.net/pons-grammatik-kurz-und-buendig-japanisch/</link>
		<comments>http://japanliteratur.net/pons-grammatik-kurz-und-buendig-japanisch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 17:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike</dc:creator>
				<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Japanisch lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Ueberjapan]]></category>
		<category><![CDATA[Anfänger]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://japanliteratur.net/?p=6778</guid>
		<description><![CDATA[Wer sich schon gleich zu Beginn seines Japanischstudiums eine Grammatik zulegen möchte, für den ist diese preiswerte Einsteigergrammatik genau das richtige!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder hat dieses Gefühl beim Erlenen einer neuen Sprache wohl mindestens einmal: Man lernt viele verschiedene, vereinzelt Dinge, aber es fehlt an einer übergreifenden Systematik, die alles miteinander verknüpft. Eine Grammatik kann deshalb gerade auch am Anfang sehr hilfreich sein, das Gelernte richtig einzuordnen und sich einen Überblick über das zu verschaffen, was man noch lernen wird.</p>
<p>&#8220;Kurz &#038; bündig&#8221; ist hier wirklich ein treffender Titel, denn die Grammatik erklärt kurz, einfach und verständlich wichtige grammatische Phänomene und gibt ausreichend viele Beispiele. Besonders hilfreich sind auch die vielen Übersichtstabellen, die beispielsweise die Konjugation, Zählsuffixe oder Adjektivflexion systematisieren.</p>
<p>Die Grammatik kommt mit wenigen sprachwissenschaftlichen Begriffen aus, die jeder noch aus seiner Schulzeit kennen sollte: Nomen, Pronomen, Adjektiv, Adverb, Verb, Kopula, Konjunktion. Sie behandelt die japanische Sprache aus deutscher Sicht, systematisiert also zum Beispiel die Partikel が, の, に und で nach deutschen Kasus. Damit ist sie vor allem für diejenigen geeignet, die besonders anwendungsbezogen lernen und keine ausführlichen sprachwissenschaftlichen Erklärungen brauchen.</p>
<p>Alle japanischen Beispielsätze werden in lateinischer Umschrift sowie japanischer Schrift (ohne Lesehilfen) gegeben. Zwar ist es normalerweise für das Erlernen der Schriftzeichen besser, ganz auf eine lateinische Umschrift zu verzichten, da dies aber eine Grammatik ist, die den Einstieg erleichtern soll, ist es in diesem Fall absolut vertretbar.</p>
<p>Die Grammatik ist von Pons für das Niveau A1-B2 ausgezeichnet. B2 halte ich als Auszeichnung für ein wenig zu hoch, da das Wissen, das die Grammatik vermittelt, eher Grundlagencharakter hat. Ungefähr kann man sagen, dass die Grammatik der Grundstufe, also zum Beispiel Minna no Nihongo oder Genki Band 1 und 2 entspricht. Sie enthält somit die benötigte Grammatik für JLPT N5 und teilweise auch für JLPT N4.</p>
<p>Anfänger sollten sich also auf jeden Fall diese Grammatik kaufen, zumal es zu Beginn von Vorteil sein kann, wenn man sich auf das Grundlagenwissen beschränkt. Für Fortgeschrittene bietet die <a href="http://bookclub.japantimes.co.jp/act/en/Search.do?k=&#038;c1id=2&#038;c2id=17">Japan Times</a> Grammatiken in verschiedenen Stufen an.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
	</channel>
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