Der Palast des Drachenkönigs

Bastei Lübbe , 476 Seiten, ISBN:978-3-404-92189-8

Aus dem Amerikanischen von Karin Meddekis und und Wolfgang Neuhaus.

Der Palast des Drachenkönigs

In Edo, der Hauptstadt des Tokugawa-Shogunats, ist es im heißen Sommer des Jahres 1694 kaum auszuhalten. Die Mutter des Shoguns, Keisho-in, beschließt deshalb auf eine Pilgerreise zum heiligen Berg Fuji aufzubrechen.

Diese Gelegenheit nutzt ein geheimnisvoller Mann, der sich als der „Drachenkönig“ bezeichnet, um die Mutter des Shôgun zu entführen – und mit ihr Reiko, die Ehefrau des Hofermittlers Sano, die die Fürstenmutter auf ihrer Reise begleitet.

Sano Ichirôs achter Fall ist abwechslungsreich gestaltet: Die Natur und Naturstimmungen treten viel mehr in den Vordergrund als bei den bisherigen Geschichten. Durch die Entführung variiert auch endlich einmal der Handlungsort: Keisho-in und Reiko werden auf eine Insel in einen verfallenen Palast gebracht.

Zusammen mit der geheimnisvollen Gestalt des Drachenkönigs, der seinen Erpresserbrief mit einem Gedicht versieht, bekommt Rowlands Roman Züge, die an einen Fantasyroman erinnern.

Wie immer ist Sanos Ermittlung spannend, denn er hat gleich mehrere Probleme zu lösen: den Entführer finden, den Shogun von seiner Handlungsweise zu überzeugen, seine Frau zu retten und seine Widersacher am Hof auszuschalten. Besonders am Schluss legt die Erzählung an Tempo zu, sodass man den Roman bei den letzten 100 Seiten gar nicht aus der Hand legen möchte.

Auch wenn dies Sanos achter Fall ist, kann man das Buch ohne Vorwissen lesen.

Verfasst am 2. Oktober 2010 von

Der Palast des Drachenkönigs
Bastei Lübbe 2005, 476 Seiten, 9,95 € ISBN: 978-3-404-92189-8
Fazit
Einer der besten Bände von Rowlands Reihe um den Ermittler Sano Ichirô: Spannend, stimmungsvoll und rätselhaft.

Weitere Bücher vom Autor

Bisher wurden keine weiteren Titel rezensiert.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *